27:27-Unentschieden im Auswärtsspiel beim TuS N-Lübbecke

Der TV 05/07 Hüttenberg hat die Topspiel-Mentalität gefunden! Nach den beiden Unentschieden gegen Essen und Hamm-Westfalen, sowie dem Heimsieg gegen Ferndorf, holen die Blau-Weiß-Roten auch in der schweren Auswärtspartie beim TuS N-Lübbecke einen Punkt. 27:27 (15:15) lautete das Endergebnis am Samstagabend in der Merkur Arena, mit dem der TVH deutlich besser leben kann als die Hausherren. Die hatten noch vor der Saison den direkten Wiederaufstieg als großes Ziel ausgegeben. Damit bleibt der TVH im dritten Spiel in Serie ungeschlagen. In der Tabelle springen die Mittelhessen auf Rang 10, während Lübbecke auf Platz 5 den Anschluss an das Spitzenduo verloren hat.

Kommende Woche steht für den TVH das letzte Heimspiel in diesem Jahr an. Dann empfangen Trainer Emir Kurtagic und seine Mannschaft am Samstagabend (19:30 Uhr) den Dessau-Rosslauer HV 06.

TVH-Deckung mit reichlich Ballgewinnen und gefährlichen Kontern

Vor 1387 Zuschauer zeigte Hüttenberg gerade in der Anfangsphase gegen den Mitabsteiger eine konzentrierte Leistung. Gestützt auf einige gute Paraden von Nikolai Weber und der stabilen 3:2:1-Deckung gelang es dem TVH sich mit dem 4:2 (8.) durch Tobias Hahn erstmals abzusetzen. Auch in der Folge tat sich Lübbecke gegen den Abwehrring der Blau-Weiß-Roten merklich schwer und erzielte aus dem Rückraum kaum Tore. Beim TVH überzeugten vor allem wieder Markus Stegefelt mit sieben Treffern und Kreisläufer Moritz Zörb, der den verletzten Kapitän Mario Fernandes einmal mehr gut vertrat.

Mit den aktiven Ballgewinnen ihrer Defensive setzte Hüttenberg immer wieder gefährliche Konter. So auch beim Tempogegenstoß von Ragnar Jóhannsson, der das zwischenzeitliche 8:4 (15.) erzielte. In den zweiten 15 Minuten der ersten Hälfte gelang es dem TuS sich zu steigern und per Siebenmetertreffer von Jens Bechtloff wieder auf 9:10 (22.) zu stellen. Hüttenberg zog aber ein weiteres Mal das Tempo an und setzte per schnellem Spiel über Zörb den nächsten Nadelstich – 12:9 (23.).

Duell auf Augenhöhe nach der Pause

Doch wie schon in den Spielen zuvor konnte Hüttenberg diesen Vorsprung nicht mit in die Pause nehmen und mit dem Pfiff zum Seitenwechsel stellte Bechtloff auf 15:15. Der zweite Durchgang hielt was er versprach. Beide Mannschaften lieferten sich ein Duell auf Augenhöhe, in dem sich weder die Kurtagic-Sieben – noch die Mannschaft von Aaron Ziercke – wirklich abzusetzen vermochten.

Über die komplette Spielzeit hinweg profitierte Lübbecke von einer ganzen Reihe an gepfiffen Siebenmetern. So auch beim 22:20, als Bechtloff in der 45. Minute einen weiteren Strafwurf zur ersten zwei-Tore-Führung der Gastgeber verwandelte. Doch Hüttenberg steckte nicht auf und biss sich ein weiteres Mal zurück in die Partie. Nach dem 21:24-Rückstand in der 49. Minute, sorgte Jóhannsson mit zwei schnellen Toren für den Anschluss, ehe Stegefelt beim 24:24 auf Unentschieden stellte.

Extrem spannende Schlussphase

In den letzten Minuten der Partie schaffte es Hüttenberg durch Rompf und Zintel weiterhin vorzulegen. Nach dem 27:26, durch einen Stegefelt-Kracher, war der Auswärtssieg für die Hessen zum Greifen nah. Allerdings forderte die zweikampfstarke Defensive einmal mehr ihren Tribut. Jóhannsson wurde vom Feld geschickt und in Überzahl durchbrach TuS-Kreisläufer Moritz Schade die Abwehr und netzte noch zum Ausgleich ein. Da auch Rompf dabei noch eine Hinausstellung kassierte, musste Hüttenberg die letzten 10 Sekunden in doppelter Unterzahl bestreiten und kam nicht mehr in Schlagweite. Unter dem Strich ein leistungsgerechtes Unentschieden für beide Mannschaften. Besonderer Dank gilt der kleinen Gruppe von TVH-Fans, die auch am Samstagabend ihre Mannschaft auswärts begleitet und lautstark unterstützt hatten.

Im Stenogramm:

Aufstellung TuS N-Lübbecke: Tatai, Birlehm; Genz (1), Walczak (2), Bechtloff (11/7), Gierak (1), Strosack (6), Rakovic, Spohn, Jaanimaa (4), Schade (1), Speckmann, Hövels (1).

Aufstellung TV 05/07 Hüttenberg: Weber, Schomburg; Uth (n.e.), Sklenák (1), Lambrecht, Wernig (2/2), Rompf (3), Zörb (3), Jóhannsson (6), Stegefelt (7), Mubenzem, Hahn (2), Zintel (2), Klein (1).

Zeistrafen: 8:12 Min. – Siebenmeter: 8/7:2/2 (Strosack scheitert an Weber). –  Zuschauer: 1387. – Schiedsrichter: Pawel Fratczak, Paulo Ribeiro.

Foto: Jenniver Röczey

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