TVH spielt in Dresden nur Unentschieden

Handball-Zweitligist TV 05/07 Hüttenberg ist eine Woche nach dem überzeugenden Auftritt gegen Spitzenreiter HBW Balingen-Weilstetten nicht über ein Unentschieden beim HC Elbflorenz 2006 hinausgekommen. Vor 2184 Zuschauern in der BallsportArena in Dresden erkämpfte sich die Mannschaft von Trainer Emir Kurtagic nach zwei offensiv eher durchwachsenen Halbzeiten nur ein 18:18 (9:5) und das obwohl die Blau-Weiß-Roten beinahe die komplette Spielzeit geführt hatten. 

Gerade die mittelhessische Angriffsreihe um Björn Zintel, Markus Stegefelt und Ragnar Jóhannsson hatte am Sonntagnachmittag oft Pech, suchte zu früh den Abschluss oder scheiterte am gut aufgelegten Gäste-Keeper. Hinter der eigenen Abwehr wusste TVH-Torhüter Nikolai Weber mit 14 Paraden zu überzeugen. Der Routinier hielt sein Team damit lange Zeit in Front, auch als Hüttenberg in der zweiten Hälfte lange Zeit kein Tor erzielte.

Dabei hatte Hüttenberg an diesem 33. Spieltag der 2. HBL in fremder Halle stark begonnen und war nach wenigen Minuten mit 2:0 durch die Treffer von Stegefelt und Moritz Lambrecht in Führung gegangen. Nur wenig später stellte Dresden beim 3:3 wieder den Ausgleich her. In der Folge entwickelte sich, zumindest im Angriff, kein hochwertiges Zweitligaspiel. Beide Offensivreihen scheiterten in hoher Regelmäßigkeit an den glänzend aufgelegten Keepern auf beiden Seiten. Die löchrige TVH-Deckung zwang Kurtagic nach einer Viertelstunde zur Abwehrumstellung auf ein defensiveres 6:0-System. Dennoch konnten sich die Blau-Weiß-Roten auch bei Weber im Tor bedanken, der einige sehr gute Möglichkeiten der Hausherren entschärfte.

Hüttenberg in den ersten 30 Minuten etwas konsequenter als die Gastgeber

Insgesamt präsentierte sich Hüttenberg gegen Ende der ersten Halbzeit allerdings ein Stück weit konsequenter und nahm nach dem Tor von Daniel Wernig (30.) ein 9:5 mit in die Pause. Nach dem Seitenwechsel setzte sich die insgesamt mäßige Angriffsleistung der TVH-Sieben weiter fort. Obwohl die Mittelhessen bis zum 16:11 (45.) von Dieudonné Mubenzem den Vorsprung weiter verteidigten, gelang dem TVH in den darauffolgenden 11 Minuten überhaupt kein Treffer. Dresden nutzte die Gunst der Stunde und arbeitete sich Stück um Stück zurück in die Partie. Gerade mit ihrer aggressiven 4:2-Abwehr – mit Manndeckung gegen Stegefelt und Tomas Sklenák – brachten die Sachsen den TVH aus dem Konzept. Beim 16:16 (Roman Becvar/56.) trafen die Hausherren vor lautstarker Kulisse zum umjubelten Ausgleich. Erst Daniel Wernig erlöste mit seinem 17:16 (57.) die Hüttenberger von ihrer langen Durststrecke.

11 Minuten gelingt dem TVH-Team gegen die offensive Deckung kein Tor

Aber auch in der Crunchtime blieb der große Befreiungsschlag aus. Zwar suchte Jóhannsson noch einmal über Halbrechts den Abschluss und stellte mit seinem 18:17 ein weiteres Mal für den TVH die Führung her, doch spätestens nach dem 18:18 des HC und mit einer Unterzahl gegen Hüttenberg, wurden die letzten dreißig Sekunden richtig spannend.

Dresden öffnete die eigene Deckung jetzt noch weiter und Kurtagic legte 15 Sekunden vor dem Ende seine letzte grüne Karte auf den Tisch. Obwohl Dresden danach ebenfalls mit einem Mann weniger agieren musste (Zeitstrafe gegen Kretschmer), kam der TVH – mit nur noch drei Sekunden auf der Uhr und dem siebten Feldspieler im Einsatz – nicht mehr zu einem gefährlichen Abschluss. Markus Stegefelt versuchte es aus knapp neun Metern mit einem Distanzwurf, der aber von Huhnstock im Kasten pariert wurde.

Bereits am Samstagabend (19:30 Uhr) empfängt der TV 05/07 Hüttenberg seinen nächsten Gast im Sportzentrum Hüttenberg. Dann kommt der Handballsportverein Hamburg nach Mittehessen. Hier geht es zum Ticket-Shop.

Aufstellung HC Elbflorenz 2006: Halfmann, Huhnstock; Pulay, Jurgeleit (5/4), Emanuel (2), Dierberg (1), Gugisch, Buschmann, De Santis, Flödl, Kretschmer (1), Greß (3), Kammlodt (4), Becvar (1), Quade, Pechstein.

Aufstellung TV 05/07 Hüttenberg:Schomburg, Weber; Prieto, Uth, Sklenák, Lambrecht (2), Wernig (2), Rompf, Jóhannsson (4), Stegefelt (3/2), Mubenzem (1), Hahn, Zintel (6), Klein.

Zeitstrafen: 6:6 Min. – Siebenmeter: 8/4:2/2. – Zuschauer: 2184. – Schiedsrichter: Nikos Seliger/Tolga Karamuk.

Bild: Marc Thürmer

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