TVH scheidet aus DHB-Pokal aus: Niederlage in Hanau

Der TV 05/07 Hüttenberg ist im Halbfinale der ersten Runde des DHB-Pokals gegen die HSG Hanau ausgeschieden.
Die Mittelhessen verloren das Hessenderby mit 21:23 (10:10).

Das Spiel verlief lange auf Augenhöhe. Weder Hanau, noch Hüttenberg konnten sich in der Defensive und Offensive einen Vorteil erspielen.

Erst mit dem Tor von Moritz Zörb (22. / 9:6) schien es, als hätten die Blau-Weiß-Roten ihre Marschroute gefunden und könnten sich fortan absetzen.

Auch bis zur Auszeit der HSG Hanau (26.) konnten die Hüttenberger ihre Kontrahenten auf Abstand halten.

Als Christian Rompf jedoch mit seinem Wurf an der Latte scheiterte und Hanau im darauffolgenden Angriff per Siebenmeter auf 10:9 (Malik/29.) verkürzen konnte, standen die Zeichen auf einem harten Kampf.

Hanau glich mit dem Pausensignal aus

Schließlich konnte Hanau-Torhüter Sebastian Schermuly, der auch im späteren Spiel eine wichtige Rolle beim Sieg der HSG Hanau spielte, einen weiteren Wurf parieren und den ausgleichsbringenden Angriff einleiten.
Mario Fernandes brachte seinen Gegenspieler so zu Fall, dass die Schiedsrichter mit dem Halbzeit-Schlusssignal auf Siebenmeter entschieden.

Daniel Wernig, der in dieser Saison von Hüttenberg nach Hanau gewechselt ist, konnte sich schließlich im Duell mit Niko Weber behaupten und glich zum 10:10 Halbzeitstand aus.

TVH kam schlecht aus der Halbzeitpause

Halbzeit zwei startete so, wie die erste endete:
mit einer schwachen Trefferquote und mangelndem Kampfgeist.

Björn Zintels Wurf in den Block (37./12:14) und Christian Rompfs Treffer im zweiten Nachwurf (48./17:19) stehen symbolisch für die gescheiterte Aufholjagd.
Schließlich konnten die Hüttenberger zwischenzeitlich nach einer Aufholjagd den Anschlusstreffer erzielen (14:15 / Hahn / 40.).

In der Schlussphase fehlte die Konsequenz

Die Schlussphase wurde trotzdem noch einmal richtig spannend.
Dieudonne Mubenzem tankte sich nach einem starken Auftaktspiel durch und verwandelte zum erneuten Anschlusstreffer (52. / 19:20). Plötzlich erschien ein Ausgleich wieder möglich.

Nach der Parade von Niko Weber (55.) startete jedoch ein Offensivdebakel der Mittelhessen.
Vorne einen Siebenmeter erkämpft, konnte sich der TVH nicht belohnen. Björn Zintel scheiterte vom Punkt an Hanau-Keeper Schermuly.

Direkt im darauffolgenden Angriff hatten die Hüttenberger aber aufgrund einer weiteren Weber-Parade erneut die Chance zum Ausgleich.
Diesmal scheiterte das Vorhaben mit einem Fehlpass, der in den Abwehrreihen landete.

Ein dritter Fehlwurf der Blau-Weiß-Roten ermöglichte schließlich der HSG Hanau einen Befreiungsschlag durchzuführen und ihre Führung erneut auszubauen (20:22 / 59.)

Auch der Treffer von Robin Hübscher (60. / 21:23) konnte den Hüttenbergern kein Kapital mehr erbringen.

Schließlich gelang es der HSG Hanau die verbleibenden 30 Sekunden runterzuspielen und somit die Partie für sich zu entscheiden.

Griesbach: Hanau hat letztendlich verdient gewonnen

Im Trainergespräch machte TVH-Trainer Frederick Griesbach kein Geheimnis aus seiner Enttäuschung über den Ausgang.
Anerkennend, dass Hanau aufgrund der mangelnden Chancenverwertung der Hüttenbergern und der fehlenden letzten Konsequenz im Abwehrkampf, erkannte Griesbach an, dass Hanau letztendlich verdient gewonnen hat.

Auch die Torwartleistung des Hanauer Torhüters Schermuly hebte er auf Nachfrage hervor.

Griesbachs Fazit, „Ich bin auf gutdeutsch angepisst“, mag als Bekenntnis zu großen Verbesserungsvorhaben des TVH-Trainers gesehen werden.
Bereits am 24. August startet die Saison in der 2. Handball-Bundesliga, der TVH erwartet die HSG Konstanz zuhause.

Im Stenogramm:

Aufstellung TV 05/07 Hüttenberg:

Plaue, Weber; Sklenak (1), Lambrecht (1), Rompf (2), Zörb (1), Fernandes, Stegefelt (4/3), Mubenzem (2), Hübscher (1), Hahn (2), Zintel (4), Klein (2), Schreiber (1).

Aufstellung HSG Hanau:

Schermuly, Tumm; Ritter (2), Woiwod, Hemmer (2), Gerst, Wernig (3/3), Strohl (3), Schwalbe (1), Bergold (2), Brüggemann (2), Pillmann (1), Lorenz (1), Graichen, Malik (6/1), Schneider.

Zeitstrafen: 12:10 Min – Siebenmeter: 3/6 : 4/4 – Zuschauer: 498 – Schiedsrichter: Malte Frank / Leonhard Bona

 

Titelbild: Marc Thürmer

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