“Ziel erreicht” – TVH gewinnt Auftaktspiel gegen Konstanz

Der TV 05/07 Hüttenberg hat das Auftaktspiel in der Saison 2019/2020 der 2. Handball-Bundesliga gewonnen. Die Mittelhessen konnten sich gegen die HSG Konstanz mit 24:23 (14:10) durchsetzen und behielten die Punkte im “Hexenkessel Mittelhessen”.
“Die Stimmung war großartig”, fasste TVH-Trainer Frederick Griesbach die Hallenatmosphäre im Sportzentrum Hüttenberg zusammen.

Zu Anfang der Partie konnte sich keines der beiden Teams absetzen. Der TVH kam dennoch besser ins Spiel und konnte sich so eine kleine Führung erarbeiten .
Bereits in der Anfangsphase wurde Konstanz häufig durch Zeitstrafen personell geschwächt. Als Fabian Wiederstein, der eine zentrale Rolle im Abwehrsystem der Gäste darstellte, disqualifiziert wurde (KON / 17.) begann für den TVH der Ausbau der Führung. Kurz vor der Halbzeitpause schafften es die Blau-Weiß-Roten erstmals eine drei-Tore-Führung herausspielen (Mubenzem/12:9/27.) und gingen schließlich mit vier Toren Vorsprung  in die Halbzeitpause.

Hüttenberg kam dominant aus der Halbzeitpause

Der TVH schaffte es in Halbzeit zwei, den Gästen vom Bodensee den Zugang zum Spiel zu verwehren und baute seine Führung vorerst aus.
Mit der Kombination aus einer Parade von Niko Weber, dessen solide Leistung die Basis für den TVH-Sieg darstellte, und dem Treffer von Dieudonné Mubenzem (39./21:14) schien das Rezept für den Kantersieg gefunden.

Konstanz-Trainer Eblen war früh dazu gezwungen, die “Grüne Karte” zu ziehen und sich mit seiner Mannschaft zu beraten.

Nach Konstanz-Timeout hatte der TVH eine Ladehemmung

Nach dem Konstanz-Timeout war der Lauf der Hüttenberger offensichtlich beendet. Eine torlose Periode stand an. Lediglich eine kompakte Abwehr, bei der zeitweise die letzte Konsequenz fehlte, und ein starker Niko Weber verhinderten den Führungswechsel.

Auch mit seiner Siebenmeterparade gegen den Ex-Hüttenberger Kaletsch (7 Siebenmetertore) setzte Weber ein Zeichen, dass man trotz mangelhafter Trefferquote das Spiel nicht aus der Hand geben wollte.

Am Ende war es eine Mischung aus Willen und Glück

Nach über elf Minuten konnte der TVH mit einem Treffer von Björn Zintel (51.) aus dem Rückraum die Ladehemmung beenden und in die entscheidende Phase des Spiels gehen.

Aber auch in der Schlussphase konnten die Mittelhessen die Abpraller nicht für sich verwehrten und ermöglichten den Gästen somit weitere Gegentreffer. Im Angriff wurde weiterhin das Tor häufig verfehlt.

Als Konstanz in Minute 57 den Anschlusstreffer (23:22) warf, stockte den Zuschauern im Sportzentrum der Atem. Den Schock konnten die TVH-Fans aber schnell in Motivation umwandeln, der Hexenkessel Mittelhessen stand, klatschte und peitschte schließlich die Spieler über die Ziellinie.

Ein kühler Kopf sicherte den Sieg

In der letzten Minute, ein Tor vor den Gästen, bewahrten die Blau-Weiß-Roten einen kühlen Kopf. Trotz der schwierigen Phase in Halbzeit 2 konnten die Mittelhessen die letzte Minute effektiv herunterspielen, wozu sicherlich eine Auszeit von Coach Frederick Griesbach (59:38) beitrug.

Die Hüttenberger schafften es die Manndeckung zu umspielen und die freien Räume so effektiv zu nutzen, dass Dieudonne Mubenzem vom Kreis das entscheidende Tor werfen konnte (59:56).

Koblenz schaffte es zwar noch einmal mit einem “Buzzer Beater” den Anschlusstreffer zu machen, das Spiel war aber entschieden und der Auftakt erfolgreich geschafft.

Griesbach: “Am Montag gilt es weiter, Baustellen zu bearbeiten.”

Erleichtert wirkte Frederick Griesbach, als er lächelnd zur Pressekonferenz kam. Er dankte den Zuschauern für die großartige Stimmung, die das Team unterstützt hat und summierte:
“Über allem steht: wir haben zwei Punkte. Ziel erreicht!”

Aber er mahnte auch an, dass an den bestehenden Baustellen, zu denen auch die Abschlusskonsequenz zählt, noch gearbeitet werden muss. “Wir sind noch nicht soweit um ein Spiel routiniert mit sieben Toren nach Hause zu fahren.”, stellte er fest. Der Matchplan hatte lange funktioniert, die Mannschaft war im Flow, dennoch kam es zu dem Leistungsabfall. Griesbach bemerkte dazu, die Blau-Weiß-Roten müssten konzentrierter werden und an der Passqualität arbeiten, denn aus dem Anprellen sei es unwahrscheinlich, dass man sich gegen die starken Gegner in der 2. Handball-Bundesliga durchsetzen könne.

Traditionsderby wartet auf die Mittelhessen

Bereits nächste Woche erwartet den TV Hüttenberg am Freitagabend (20 Uhr) der ThSV Eisenach zum “Traditionsderby Hessen-Thüringen”.

TVH-Fans können mit dem Fanbus “Bully” zum Auswärtsspiel reisen.
17,- Euro kostet die Fahrt, die um 17 Uhr am Sportzentrum startet.
Anmeldungen sind per Mail an tanjaschargitz@aol.com oder telefonisch möglich.

Im Stenogramm:

Aufstellung TV 05/07 Hüttenberg:

Plaue, Weber; Fuss, Sklenak, Belter, Lambrecht (2), Rompf (3), Zörb, Fernandes, Stegefelt (4/2), Mubenzem (7), Hübscher, Hahn (3), Zintel (5), Klein, Schreiber

Aufstellung HSG Konstanz:

Tölke, Hassferter; Stotz (3), Schlaich (3), Czako, Hild (3), Wolf (2), Wiederstein (Disq. 13′), Kaletsch (10/7), Krüger, Maier-Hasselmann (1), Beckmann, Braun, Jud (1), Keupp, Wendel

Zeitstrafen: 8:12 Min – Siebenmeter: 2/2 : 7/8 – Zuschauer: 960 – Schiedsrichter: Julian Fedtke/Niels Wienrich

Foto: Thürmer

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