Kämpferischer Heimsieg gegen den HSC 2000 Coburg

Der TV 05/07 Hüttenberg hat am Samstagabend vor 1120 Zuschauern mit 23:22 (12:12) gegen den HSC 2000 Coburg gewonnen und ist in der heimischen Halle weiterhin unbesiegt. Der Siegtreffer viel erst Sekunden vor Schluss.

Beide Trainer erwarteten eine enge und umkämpfte Begegnung, wobei sie in beiden Punkten Recht behalten sollten. Der TV Hüttenberg ging gewohnt aggressiv in die Zweikämpfe, was unter anderem zum mehrfachen Materialtest der gelben Trikots der Gäste führte. Die heimischen Fans, die der Aufforderung des Vereins in blau zu erscheinen, zum Großteil gefolgt waren, unterstützten ihre Mannschaft von Beginn an lautstark.

Den besseren Start erwischten die Gäste, nach sieben Minuten traf Florian Billek zum 4:2. Es war bereits sein dritter Treffer, am Ende des Spiels war der Ex-Hüttenberger mit neun Toren erfolgreichster Werfer. Der TVH führte zwischenzeitlich mit drei Toren in der ersten Hälfte (9:6/16.), konnte die Führung aber nicht behaupten. Bei den Gastgebern funktionierte im Angriff das Zusammenspiel mit dem Kreis, wo Moritz Zörb eine starke Leistung zeigte und alle seine fünf Würfe im Kasten der Gäste unterbrachte. In die Halbzeit ging es mit einem 12:12 Unentschieden.

In der zweiten Halbzeit ging die Partie ähnlich weiter. Beide Teams schenkten sich nichts und suchten in langen Angriffen die Lücke in der gegnerischen Abwehr. Nicht selten zeigten die Schiedsrichterinnen Maike Merz und Tanja Schilha das drohende Zeitspiel an. Im Tor der Mittelhessen konnte sich Niko Weber mit einigen Paraden auszeichnen, während Markus Stegefelt sicher vom Siebenmeterpunkt verwandelte. Ab der 37. Minute liefen die Blau-Weiß-Roten stets einem Rückstand hinterher, ehe Björn Zintel in der 55. Minute zum 21:20 traf.

Spektakuläre Schlussphase

Und wie schon in den zwei vorherigen Heimspielen, hatte es die Schlussphase der Partie in sich. Bei noch 1:38 Minuten auf der Uhr traf Stegefelt per Siebenmeter zum 22:22-Ausgleich, ehe kurze Zeit später auch die Gäste einen Strafwurf zugesprochen bekamen. Der bis dato sichere Florian Billek scheiterte am glänzend reagierenden Niko Weber. Die Chance zum Heimsieg war da und die Taktik wurde in einer letzten Auszeit besprochen. Jetzt wurde es spektakulär. Merlin Fuß wurde auf Rechtsaußen freigespielt und Björn Zintel verwandelte den Diagonalpass per Kempa-Trick von Halblinks. Die schon seit fünf Minuten stehenden Fans fanden kein Halten mehr.

Auch Gästetrainer Jan Gorr nahm seine letzte verbliebene Auszeit, doch der Ausgleich fiel schließlich nach den abgelaufenen fünf Sekunden. „Die Stimmung heute war überragend. Wir hatten uns gewünscht, dass ein paar mehr Fans kommen und das ist in Erfüllung gegangen. Ich bin stolz auf mein Team, der breite Kader hat sich heute abermals bewährt“, sagte TVH-Coach Frederick Griesbach in der abschließenden Pressekonferenz. Und sein Gegenüber, ehemaliger TVH-Coach, Jan Gorr musste eingestehen, „dass der Sieg für Hüttenberg in Ordnung geht. Ich kenne die Stimmung in der Halle von früher und sie hat uns oft geholfen, die Spiele für uns zu entscheiden. So war es auch heute und somit fahren wir leider ohne die zwei Punkte wieder nach Oberfranken.“

TV Hüttenberg: Weber (8 Paraden / 2 Siebemeter), Plaue, Fuß, Sklenák (1), Belter (n.e.), Lambrecht (1), Rompf (2), Zörb (5), Fernandes (n.e.), Stegefelt (7/3), Mubenzem (2), Hübscher, Zintel (5), Klein (n.e.), Schreiber

HSC Coburg: Kulhanek (12 Paraden), Jaeger (3), Wucherpfennig, Sproß (3), Weber, Billek (9/4), Timm, Zettermann (1), Lilienfelds, Varvne (3), Zeman (3), Schröder, Neuhold

Strafminuten: 2/6

Zuschauer: 1120

Foto: Jenniver Röczey

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