Heimsieg zum Start in die zweite Saisonhälfte

Der TV 05/07 Hüttenberg hat sein erstes Heimspiel im neuen Jahr gewonnen. Vor 1320 Zuschauern endete die Partie am frühen Samstagabend mit 29:27 (12:12).

Frederick Griesbach wollte nach der Partie keinen Spieler extra loben: „Ich bin heute sehr zufrieden, weil wir eine super Mannschaftsleistung gezeigt haben und in allen Bereichen stark waren“.

Stark in allen Mannschaftsbereichen

Da war zum einen Dominik Plaue: Der 24-jährige war von Anfang an hell wach und nagelte förmlich das Tor des TV Hüttenberg zu. Nachdem er sich bei der U23 zum Jahreswechsel schon mit starken Leistungen Selbstvertrauen holte, bestätigte er gestern seine Form. 16 Paraden wurden in der Statistik notiert, vor allem die Außen des ThSV Eisenach hatten ihre Probleme mit Plaue. Auch einen Siebenmeter konnte er entschärfen.

Oder Moritz Lambrecht: Das Hüttenberger Urgestein ackerte in der Abwehr über weite Strecken der Partie. Egal in welcher Deckungsvariante sorgte die Nummer 7 für einen starken Zusammenhalt. „Mo Lambrecht würde wahrscheinlich auch noch weiter ackern, wenn man ihm ein Bein absägen würde“, scherzte Griesbach auf der Pressekonferenz etwas martialisch.

Das Kollektiv überzeugt

Am Ende waren es viele starke Leistungen in allen Mannschaftsbereichen, die zusammengefügt zum Heimsieg der Mittelhessen beitrugen. Tomás Sklenák, der zehn Jahre beim ThSV gespielt hat, war der Mann für wichtige Tore sowie zahlreiche Assists. Auch Björn Zintel führte die Regie im Hüttenberger Rückraum, Hendrik Schreiber und Christian Rompf verwerteten die Anspiele zu je fünf Treffern und waren erfolgreichste Werfer auf Seiten der Blau-Weiß-Roten. Robin Hübscher und Markus Stegefelt verwandelten die Siebenmeter.

Nach der EM-Pause konnte sich in der ersten Halbzeit keines der beiden Teams absetzen, beim 3:4 in der 8. Minute lagen die Thüringer knapp vorne. In der 20. Minute war es Merlin Fuß, der die erste 3-Tore-Führung der Hausherren erzielte (10:7), die aber nicht lange hielt. Durch eine Unachtsamkeit in der Abwehr konnte Eisenachs Luka Kikanovic mit Pausenpfiff ausgleichen (12:12). Zuvor hatte Rechtsaußen Willy Weyhrauch bei den Gästen die Rote Karte gesehen. Nach einem vermeintlichen Gesichtstreffer musste der Linkshänder das restliche Spiel zuschauen.

Duelle im Tor und auf Außen gewonnen

Die ersten Minuten nach der Pause konnte Eisenach dann noch mithalten, doch die entscheidenden Duelle gingen dann an den TVH. Deutlich zu sehen auf der Torhüterposition: Während die Gästekeeper Voncina und Karic zusammen nur fünf Würfe parieren konnten, war der bereits angesprochene Dominik Plaue dreimal so häufig zur Stelle.

Erneut Linkshänder Fuß mit dem 23:18 und der 5-Tore-Führung in der 45. Minute, von der sich das Team von Sead Hasanefendic nicht mehr erholte. Die fünfte Niederlage in Serie für Eisenach war besiegelt, auch wenn sein Team kurz vor Schluss noch verkürzen konnte. Mit dem 29:26 durch Routinier Sklenák (60.) waren sich alle einig, dass die zwei Punkte in Hüttenberg bleiben würden.

Als Tabellenzwölfter geht der TVH nun in die kommende Woche und steht bei 16:22 Punkten. Am Samstag geht es zum VfL Lübeck-Schwartau, der Tabellennachbar hat nur einen Punkt weniger als die Mittelhessen und dürfte nach der deutlichen 12:27-Niederlage in Gummersbach mit reichlich Wut auftreten.

Statistik

TV Hüttenberg: Plaue (16 Paraden/ 1 Siebenmeter), Böhne (n.e.), Fuß (3), Sklenák (3), Lambrecht, Rompf (5), Zörb (3), Stegefelt (3/2), Mubenzem, Hübscher (3/3), Hahn (n.e.), Zintel (4), Klein, Schreiber (5)

Zuschauer: 1320

Foto: Marc Thürmer

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