Testspiel gegen die DJK Rimpar Wölfe | „Die Entwicklung steht vor dem Ergebnis“

…betonte TVH-Torhüter Nikolai Weber vor dem Spiel in der Gießener Allgemeinen. Die Mannschaft um Frederick Griesbach, die aus einer trainingsfreien Woche zurückgekehrt war, unterlag am Freitagabend den DJK Rimpar Wölfen mit 23:28 (10:15).

RIMPAR FRÜH IN FÜHRUNG

Bereits früh gelang es den Wölfen aus Unterfranken sich in die führende Rolle zu bringen. Die geschwächt auftretenden Hüttenberger, die früh durch einen Ausfall von Hendrik Schreiber eine weitere Dezimierung im Rückraum erfahren sollten, konnten nur kurzweilig auf ein Tor heranziehen (6:7; 15.).

LEISTUNGSABFALL ZUM HALBZEITPFIFF

Der Anschluss sollte schnell wieder reißen: Die Hüttenberger wirkten in Teilen nervös, verspielten wichtige Pässe und schafften es nicht, stark erarbeitete Lücken zu nutzen oder gar Gegenstöße im Tor unterzubringen.

Dominik Plaue, der zwischen den Pfosten eine starke Leistung zeigte, sollte hier mit einigen wichtigen Paraden dafür sorgen, dass den Blau-Weiß-Roten das Spiel nicht vollends entglitt. Einzig mit dem Gegenstoß von Philipp Schwarz (23.; 10:13) kam es von Minute 20 bis zum Halbzeitpfiff zu einem Torerfolg für die Mittelhessen.

Zur Halbzeit prangte ein 10:15 an der Hallenuhr, die Wölfe aus Rimpar sollten mit einem verdienten Vorsprung in die Halbzeitpause gehen.

JUNGE SIEBEN MIT LICHTBLICKEN

Schwarz, Weber, Opitz, Fuß, Fujita, Jockel. Mit sechs jungen Talenten gingen die Blau-Weiß-Roten in die zweite Halbzeit. Die Mannschaft hatte es geschafft, in der Pause etwas Kraft zu tanken und kam mit viel Engagement zurück auf die Platte.

Das Spiel der Hüttenberger sollte in dieser Zeit hauptsächlich über die Außen laufen, da die Wölfe es nicht nur schafften, den Kreisläufer in Schach zu halten, sondern auch lange Zeit die Lücken im Rückraum minimierte.

Die gewöhnlich starke Hüttenberger-Defensive konnte in vielen Teilen des Spiels nicht verhindern, dass der wurfstarke Rimparer Rückraum zum Tor durchdringen konnte. Während die Mittelhessen es ihren Gegnern hinten „zu einfach“ machten, scheiterten sie vorne oft am stark aufspielenden Marino Mallwitz, der das Rimparer Tor hütete.

ERGEBNISKOSMETIK ZUM ENDE

Im Schlussspurt sollten die Hüttenberger noch einen Lichtblick erhaschen; mit mehreren abgefangenen Bällen, die vorne per Gegenstoß verwandelt werden konnten (22:26, 57.; Hübscher) und einem erfolgreichen „Bauerntrick“ von Ian Weber konnten die Mittelhessen, deren Partie von vielen Tiefen geplagt war, ein in Teilen versöhnliches Ende erleben.

Die junge Mannschaft um Griesbach steht noch vor einigen Herausforderungen, das Ziel Klassenerhalt hierbei immer fest im Blick.
Auf dem Weg zum geplanten Saisonauftakt am Tag der Deutschen Einheit testen die Hüttenberger ein letztes Mal am 24. September in Ferndorf.

GRIESBACH: DARF NICHT BEI ANSÄTZEN BLEIBEN

Griesbach betonte in seinem Statement nochmals das junge Aufgebot des TVH: „Heute haben wir unsere ganz jungen Spieler ins kalte Wasser geworfen, wenn man bedenkt, dass unsere „Millenium-Truppe“ heute teilweise aus 3x 2002, 2001, 3×2000 und einem 99er bestand. Also im Durchschnitt knapp über 19 Jahren.“

Er merkte an, es seien zwar gute Ansätze erkennbar gewesen, es müsse aber in allen Entwicklungsfeldern noch „konsequent und hartnäckig“ weitergearbeitet werden. „Unterm Strich bringt es aber eben erst Punkte, wenn wir es schaffen, dass es nicht nur bei Ansätzen bleibt.“

Statistik:

TV 05/07 Hüttenberg: Plaue, Böhne; Fuss (3), Schwarz (2), Opitz (1), Theiss, Fujita (4), I. Weber (6), Rompf (1), Reichl, Hübscher (3/1), Hahn, Klein (1), Jockel (2), Schreiber

Foto: Marc Thürmer

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