TV Hüttenberg trägt Heimspiele in Rittal Arena Wetzlar aus!

Handball-Zweiligist zieht Corona-bedingt in Multifunktionsarena um – Genehmigtes Hygienekonzept lässt bis zu 800 Zuschauer zu – Erstes Heimspiel soll Anfang Oktober gegen Wilhelmshavener HV stattfinden

Aufgrund der Auswirkungen der Corona-Pandemie wechseln die Handballer des TV 05/07 Hüttenberg in der nunmehr anstehenden Saison 2020/2021 ihre Heimspielstätte. Der mittelhessische Traditionsverein wird die Partien in der 2. Handball-Bundesliga in der Rittal Arena Wetzlar austragen. Damit ist der TVH neben dem langjährigen Ankermieter HSG Wetzlar sowie den Rollstuhlbasketballern RSV Lahn-Dill der dritte Profisportclub, der während Pandemie in der Multifunktionsarena spielen wird.

Das durch den zuständigen Lahn-Dill-Kreis genehmigte Hygienekonzept sieht vor, dass Sportveranstaltungen derzeit von bis zu 800 Zuschauern besucht werden können, sofern die Infektionszahlen nicht exponentiell steigen.

Das erste Heimspiel des TV 05/07 Hüttenberg ist für Freitag, den 2. Oktober 2020 geplant. Um 19.30 Uhr soll dann der Wilhelmshavener HV zu Gast sein.

Hüttenbergs Geschäftsführer Fabian Friedrich erklärt die Gründe für die Umzug nach Wetzlar: „Die aktuellen Hygienevorschriften ermöglichen es uns leider nicht in gewohnter Atmosphäre zu spielen, womit wir weder unseren Partnern, noch unseren Fans gerecht geworden wären. Vor diesem Hintergrund bin ich sehr dankbar, dass uns die Arenakonzept GmbH und die HSG Wetzlar in dieser schwierigen Situation unterstützen und mit uns zusammen nach Lösungen gesucht haben. Ein weinendes Auge ist dennoch dabei, da wir sehr gerne unsere Heimspiele in Hüttenberg hätten austragen wollen, dies uns allerdings aufgrund mangelnder Ressourcen verwehrt bleibt. Auch ist nicht absehbar, ob und wann ein tragbares Hygienekonzept für Spiele mit Zuschauern in Hüttenberg umsetzbar sein wird. Aus wirtschaftlichen und rechtlichen Gründen ist Hüttenberg für uns daher keine Option. Nichts desto trotz freuen wir uns Gewissheit zu haben, bis zu 800 Zuschauer empfangen zu dürfen und dies unter Berücksichtigung eines sehr professionell ausgearbeiteten Hygienekonzepts.“

Der neue Betreiber der Rittal Arena, die Arenakonzept GmbH, hatte letztlich in Absprache mit der Stadt Wetzlar „Grünes Licht“ für die Hüttenberger Umzugspläne gegeben. „Als die Anfrage der TVH-Verantwortlichen kam, war klar, dass wir diese intensiv prüfen müssen. Für unsere mittelhessischen Profisportclubs geht es in der aktuellen Situation um die unternehmerische Existenz und in diesen Zeiten muss man sich helfen. Deshalb sind wir auch froh, dass sowohl die HSG Wetzlar als auch der RSV Lahn-Dill sofort ihre Zustimmung gegeben haben, noch einen dritten Club in der Rittal Arena aufzunehmen“, so Dr. Peter Hanker, Vorstandssprecher der Volksbank Mittelhessen und Gesellschafter der Arenakonzept GmbH. „Natürlich gestaltet sich die Terminplanung im Hinblick auf die Heimspiele sowie die weiteren geplanten kulturellen Veranstaltungen und Tagungen dementsprechend anspruchsvoll. Allerdings machen auch hier unsere Arena-Beschäftigten einen tollen Job.“

Auch für Wetzlars Oberbürgermeister und Sportdezernent Manfred Wagner stand außer Frage, dass die Sportstadt Wetzlar dem TV Hüttenberg, als wichtigem sportlichen Botschafter der Region Mittelhessen, in diesen schwierigen Zeiten zu Seite steht: „Der Handballsport setzt nicht nur in unserer Sportstadt, sondern auch in unserer sportaffinen Region seit vielen Jahren herausragende Akzente. Er zieht Zuschauerinnen und Zuschauer in seinen Bann und die Fans pushen ihre Teams. Der Handball ist für viele ein wesentlicher Ausdruck des Lebensgefühls. All das steht ob der Corona-Pandemie und der Frage, ob man vor Publikum spielen kann, auf der Kippe. Die HSG Wetzlar kann – abhängig von der Infektionslage – zumindest mit rund 800 Zuschauerinnen und Zuschauern ihre Heimspiele in der Rittal-Arena austragen. Da dem TV Hüttenberg Vergleichbares an seiner Heimspielstätte derzeit nicht möglich ist, freue ich mich, dass der Hallenbetreiber, die HSG und der TV einen Weg gefunden haben, damit unsere Nachbarn in diesen nicht ganz einfachen Zeiten ihre Heimspiele in der Rittal-Arena austragen können. Dies ist für mich bei allem sportlichen Wettbewerb ein gutes Zeichen. Wir stehen zusammen!“

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