Gebrauchtes Auswärtsspiel in Rimpar

Im zweiten Saisonspiel muss der TV 05/07 Hüttenberg bei den DJK Rimparer Wölfen eine deutliche 22:29-Niederlage hinnehmen. Nach einer schwachen ersten Hälfte (14:8) waren die Felle schon früh davon geschwommen, sodass vor knapp 600 Zuschauern die zweite Halbzeit ergebnistechnisch zu Makulatur verkam.

Schon im Vorfeld der Begegnung summierten sich die schlechten Nachrichten, nachdem die Ausfälle von „Libero“ Moritz Zörb und von Routinier Tobias Hahn bekannt wurden. „Zörbi“ hat sich eine Verletzung an der Schulter zugezogen, sodass er zunächst auf unbestimmte Zeit ausfällt und Tobias Hahn musste sich krankheitsbedingt abmelden. Mit Stefan Kneer fällt ein weiterer TVH-Akteur noch länger aus, weshalb er seine Mannschaftskameraden nur von der Seitenlinie aus unterstützen konnte bei dieser schweren Auswärtspartie.

Desolater TVH-Start

„Das Spiel war nach den ersten 10 Minuten entschieden, was uns natürlich nervt, da es definitiv nicht unser Plan war. In dieser Phase leisteten wir uns 7 Fehlwürfe, darunter zwei 7-Meter und 3 technische Fehler. So kann man kein Spiel gewinnen“, resümierte TVH-Trainer Frederick Griesbach mit deutlichen Worten den Beginn. Seine Schützlinge hatten in den ersten Minuten keine Chance gegen ein hellwaches „Wolfsrudel“. Nach über 6 Minuten gelang Robin Hübscher der erste TVH-Tagestreffer. Das Ausmaß der schwachen Startphase spiegelte sich in der 15. Minute wider, als TVH-Kreisläufer Vit Reichel das zweite Tor seiner Farben markierte, während die Gastgeber zu diesem Zeitpunkt schon 8 erzielten. In der Offensive fehlte die Durchschlagskraft, die Abschlüsse waren zu unplatziert und jeder Fehler wurde von wachsamen Heimherren eiskalt in Gegenstoßtreffer umgemünzt.

2.Liga-Debüt für Opitz, Schwarz und Kirschner

Auch in der zweiten Hälfte sollte sich das Gesamtbild nicht ändern. Auf Seiten der Gastgeber war es der im Vorfeld von Griesbach angesprochen DJK-Schlussmann Andreas Wieser, der den Prophezeiungen gerecht werden sollte und eine starke Leistung ablieferte. Nach dem Seitenwechsel stellte sich keine Besserung im Spiel der Mittelhessen ein, sodass Rimpar in der 45. Minute sogar auf 23:13 davonzog. Keimte nur ansatzweise mal Hoffnung beim TVH auf, löste sich diese rasend schnell im Gegenstoßgewitter der Gastgeber auf. Auch wenn Hendrik Schreiber mit seinen Treffern in der Schlussphase einen noch deutlicheren Ausgang verhindern konnte, sah man nach Abpfiff durchweg lange Gesichter bei den TVH-Akteuren. Drei positive Lichtblicke kann man jedoch aus dieser Begegnung ziehen. Mit Philipp Opitz, Philipp Schwarz und Tristan Kirschner feierten gleich drei TVH-Eigengewächse ihr 2.Liga-Debüt. Letzterer konnte sich sogar mit dem letzten Tagestreffer zum 22:29 in die Torschützenliste eintragen.

Nächste Heimspiel steht bevor

Am 17. Oktober haben Schreiber, Weber, Klein und Co. die Chance, Wiedergutmachung zu betreiben. Mit der SG BBM Bietigheim wird ein Aufstiegsaspirant zu Gast in Mittelhessen sein, der jedoch das letzte Spiel ein wenig überraschend gegen Bayer Dormagen in eigener Halle verlor. Beim kommenden Spieltag hoffen alle TVH-Akteure, endlich vor eigenem Publikum in der Rittal Arena antreten zu dürfen.

TVH: N. Weber (13.-60. Minute/6 Paraden), Plaue (1.-13. Minute); Fuss, Schwarz, Kirschner (1), Opitz, Fujita (2), I. Weber (1), Rompf (6/3), Reichl (3), Mubenzem (1), Hübscher (1), Klein (3), Jockel, Schreiber (4).

Stimmen zum Spiel:

Frederick Griesbach: „Wir haben das Spiel nach 10 Minuten verloren. Alles andere was danach kam, war für den Ausgang des Spieles nicht mehr relevant. Beide Teams haben im 6:6, wenn es in den Standartangriff ging, gut verteidigt. Der Unterschied ist jedoch, dass Rimpar 10-11 Gegenstöße aus einer guten Abwehrleistung läuft und wir belohnen uns nicht.“

Philipp Opitz: „Es war sehr enttäuschend, sein erstes Zeitligaspiel so deutlich zu verlieren. Trotzdem habe ich mich über die Chance gefreut und denke, dass wir uns in den nächsten Spielen deutlich steigern werden.“

Hendrik Schreiber: Das war einer dieser Tage, an denen nichts funktioniert. Wir hatten keinen einzigen Spieler, der seine Normalform abrufen konnte. Das Spiel verlieren wir in den ersten 15 Minuten im Angriff. Wir haben zu viel technische Fehler und Fehlwürfe produziert, die den Gegner zu Gegenstößen eingeladen haben. Daraus müssen wir lernen und das Spiel ganz schnell abhaken, damit wir am Samstag gegen Bietigheim eine bessere Leistung zeigen können.“

Foto: Frank Scheuring

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