Die Konstanz fehlt noch

Auch gegen die SG BBM Bietigheim bleibt der TV 05/07 Hüttenberg ohne Punktgewinn, jedoch machen viele Phasen der Partie Mut für anstehende Aufgaben. Zum ersten Mal durfte das „Originial aus Mittelhessen“ vor eigenen Zuschauern in der Rittal Arena spielen, aber jegliche Unterstützung konnte die 20:22-Niederlage nicht abwenden.

Es war schon im Vorfeld ein besonderer Spieltag für den TV 05/07 Hüttenberg, da man sich auf zwei hocherfreuliche Punkte einstellen durfte. Zunächst wurde die Erlaubnis erteilt, in der moderne Rittal Arena spielen zu dürfen und zudem wurden auch 800 Zuschauer als Maximalkapazität vom Lahn-Dill-Kreis gestattet. Am Ende waren es 650 TVH-Fans, die ihre Mannschaft durchgehend nach vorne trieben.

Eine Halbzeit – zwei Gesichter

Der Start hätte kaum besser verlaufen können bei den Gastgebern. Von Beginn an war die 3:2:1-Deckung griffig, im Tor stand ein sehr gut aufgelegter Dominik Plaue und in der Offensive agierten die Hausherren sehr diszipliniert, sodass nach 9 Minuten ein 4:1 auf der Anzeigetafel aufleuchtete. So gut der Auftakt auch war vom TVH, so schwach sollten die letzten 15 Minuten der ersten Hälfte sein. 3 Hauptgründe können für die Schwächephase genannt werden. Bietigheim stellte auf eine defensive 6:0-Abwehr um, Ian Weber saß früh mit zwei Zeitstrafen auf der Bank und fehlte als Libero im Abwehrzentrum und die SG münzte nahezu jeden technischen Fehler der Heimsieben in einen Gegenstoßtreffer um. Aus diesem Grund blickte man in verwunderte Gesichter, als die favorisierten Gäste mit einer 13:6-Führung in die Kabine gingen.

Eigengewächs Schwarz überzeugt

Nach dem Seitenwechsel offenbarten die Griesbach-Schützlinge dann wieder ihr hübsches Gesicht. Mit zwei schnellen Treffern verkürzte man zunächst auf 8:13 und kämpfte sich in der 43. Minute sogar auf 13:17 heran. Die Abwehr stand wieder stabiler, Plaue im Tor fand zur Form der Anfangsphase zurück und das Tempospiel der Gastgeber präsentierte sich effektiver. Ein großes Highlight feierte Eigengewächs Philipp Schwarz im zweiten Durchgang, als er seine ersten beiden Bundesligatore warf und insgesamt einen starken Einstand vor dem heimischen Publikum feierte. Am Ende vermochte der TVH das Ergebnis noch enger zu gestalten, jedoch wurde man dem Favoriten aus Bietigheim nicht mehr gefährlich, was besonders an den zahlreichen Zeitstrafen und der ausbaufähigen Quote vom Siebenmeterpunkt lag.

Englische Woche

Zeit zur Rehabilitation bleibt den Männern von Frederick Griesbach kaum, zumal am Mittwoch, dem 21. Oktober schon das nächste Punktspiel beim Topfavoriten VFL Gummersbach ansteht. Am Samstag, dem 24. Oktober hofft der TVH, dann wieder vor den heimischen Fans in der Rittal Arena auflaufen zu dürfen, wenn es um 19.30 Uhr gegen den HC Elbflorenz geht.

Statistiken

TVH: Plaue, Nikolai Weber; Fuß, Schwarz (2), Opitz, Fujita (2), Ian Weber (2/1), Rompf, Reichl (4), Mubenzem (2), Hübscher, Hahn, Klein (5), Jockel, Schreiber (3).

Schiedsrichter: Dietz/Biehler. – Zuschauer: 650. – Zeitstrafen: 14:8 Minuten. – Rote Karte: Vlahovic (3. Zeitstrafe/38).

Stimmen zum Spiel

Frederick Griesbach: „Wir wollten die Zuschauer abholen und in unseren Bann ziehen. Das ist uns nur teilweise gelungen. Wir hören vor der Halbzeit auf, als Mannschaft zu spielen und stehen uns damit bei allem selbst im Weg, gehen nur noch in Eins-gegen-eins-Duelle

Philipp Schwarz: „Für mich persönlich war es natürlich ein cooles Erlebnis und ein Traum, der in Erfüllung gegangen ist. Es ist für mich ein Zeichen, dass sich 8-10 Trainingseinheiten pro Woche bezahlt machen, aber in erste Linie haben wir als Mannschaft leider verloren und dann ist der ganze Rest eigentlich belanglos.“

Dominik Plaue: „Wir kommen sehr gut ins Spiel und haben eine stabile Abwehr, die mir hilft, Bälle zu halten. Leider bringen wir die Sicherheit, die wir uns in den ersten 10 Minuten erarbeitet haben, nicht über die komplett erste Halbzeit. Im Angriff machen wir ab der 10. Minute zu einfache Fehler und nehmen die Unsicherheit von vorne dann wiederum mit in die Abwehr und haben einfach zu große Lücken. Wir sind absolut in der Lage, Punkte zu holen. Es bringt uns aber nichts, das zu wissen. Wir müssen langsam liefern und das werden wir.“

Foto: Marc Thürmer

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