Favorit soll geärgert werden

Wenn am Freitag, dem 20. November der TV 05/07 Hüttenberg den TuS N.-Lübbecke um 19.30 Uhr in der Rittal Arena empfängt, sind die Rollen klar verteilt. Die Ostwestfalen haben sich den Aufstieg selber als Ziel gesetzt, womit die Partie beim TVH zu einer Pflichtaufgabe wird. Trotz personeller Probleme lebt die Hoffnung auf eine Überraschung in TVH-Trainer Frederick Griesbach.

„Wer sich den Kader vom TuS anguckt, erkennt schnell, dass dieser die Aufstiegsziele mit Nachdruck unterstreicht. Emir hat gemeinsam mit der Geschäftsführung eine sehr starke Mannschaft zusammengestellt. Von der Breite des Kaders könnte man auch zwei Mannschaften aus dem Kader bilden und beide würden um den Aufstieg mitspielen“, so die Einschätzung von Griesbach, der ergänzt: „Beim Auswärtssieg gegen Konstanz sind sie wie ein Aufsteiger aufgetreten, aber beim Heimspiel gegen Elbflorenz haben sie diese Ambitionen wiederum nicht auf die Platte gebracht.“

Bisher nur 4 Spiele

Das kann besonders daran liegen, dass die Gäste aus Lübbecke bisher noch keinen Spielrhythmus finden konnten. Diesen Mittwoch hätte das fünfte Saisonspiel für den TuS stattfinden sollen, musste jedoch aufgrund eines Corona-Falls beim Gegner aus Aue verlegt werden. Beim TVH hingegen darf man sich diesbezüglich nicht beschweren, zumal man mit dem Dessau-Rosslauer HV 06 als einzige Teams in der 2.HBL alle angesetzten Partien bestreiten konnte. Der Schuh drückt jedoch bei den Mittelhessen auf der personellen Ebene. Mit Hendrik Schreiber wird eine wichtige Säule ausfallen, da er im Training umgeknickt ist. Neben den beiden Langzeitverletzten Moritz Zörb und Stefan Kneer sind die Einsätze von Patrick Jockel und Tobias Hahn ebenfalls fraglich, sodass Trainer Frederick Griesbach umdisponieren muss.

Verbesserung in Abwehr

Aufgrund der auf Eis gelegten A-Jugendsaison stehen dem Trainerteam Griesbach/Wohlrab jedoch alle Nachwuchsspieler zur Verfügung und welch Potenzial in ihnen schlummert, bewiesen z.B. Niklas Theiß oder Philipp Schwarz schon in ihren bisherigen Einsätzen. „Momentan ist alles möglich und denkbar. In jeder Sportart gibt es aktuell einige Überraschungen. Wir möchten das Tempospielduell für uns entscheiden und dann wollen wir immer wieder Nadelstiche setzen und vom Favoritenstatus Stück für Stück etwas abnagen, bis wir sie zu Fall bringen“, verriet TVH-Trainer Frederick Griesbach. Dass seine Sieben die nötige Einstellung für eine solche Überraschung mitbringt, hat sie bisher in jedem Spiel unter Beweis gestellt. Den größten Leistungssprung benötigt es jedoch in der Abwehr, da sich diese vor allem gegen Dormagen nicht sattelfest präsentierte.

Foto: Marc Thürmer

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