Hohe Hürde Hamburg

Nach der deutlichen Heimniederlage gegen den TuS N.-Lübbecke steht mit der Auswärtspartie beim Handball Sportverein Hamburg das nächste Schwergewicht der 2.HBL bevor. Am Freitag, dem 27. November ist um 20.00 Uhr Anpfiff in der Alsterdorfer Sporthalle und auch diese Begegnung wird live auf Sportdeutschland.TV übertragen.

Aus den letzten beiden Spielen konnten die Mittelhessen nichts Zählbares mitnehmen, sodass bei den Hansestädtern „der Bock umgestoßen werden soll“, so TVH-Trainer Frederick Griesbach. Bei den Norddeutschen handelt es sich jedoch um einen sehr massiven „Bock“, der momentan auf dem 5. Platz der 2.HBL rangiert. Am vorletzten Spieltag gewannen die Hamburger knapp gegen den Aufsteiger TuS Fürstenfeldbruck, um vor drei Tagen beim Nordderby gegen den VFL Lübeck-Schwartau mit 28:31 den Kürzeren zu ziehen.

Stetige Entwicklung

„Hamburg verfügt über ein junges aber sehr eingespieltes Team. Alles hat Hand und Fuß. Sie agieren sehr reif und sind gut besetzt“, so die lobenden Worte von Griesbach, dessen Pendant auf Hamburger Seite eines der bekanntesten Gesichter des deutschen Handballs ist. Seit drei Jahren leitet Thorsten Jansen die Geschicke vom HSVH und in diesen Jahren konnte eine sukzessive Leistungssteigerung verzeichnet werden, sodass sein Team in dieser Spielzeit zu den Top-Teams der Liga gehört. Nicht nur in der Breite sind die kommenden Gastgeber gut besetzt, auch die individuelle Klasse kann Spiele alleine entscheiden. Mit Leif Tissier, Philipp Bauer und Jan Forstbauer haben die „Nordlichter“ eine torgefährliche Rückraumreihe und mit Niklas Weller einen sehr körperlichen Kreisläufer.

Abwehr stabilisieren

„Wir fahren nach Hamburg, um zwei Punkte zu gewinnen. Dafür benötigen wir aber eine gute Abwehr, in der wir viele Zweikämpfe gewinnen“, verriet TVH-Trainer Frederick Griesbach. Die Defensive ist momentan die Achillesferse der Hüttenberger. Gegen Dormagen mussten die Hüttenberger 34 und gegen Lübbecke 32 Gegentore hinnehmen. Gegen die individuelle und konzeptionelle Stärke des Handball Sportvereins aus Hamburg braucht es wieder eine kompakte Deckungsleistung, wie noch gegen Eisenach oder Bietigheim. Hinzu kommt, dass der TVH wieder die Abpraller für sich gewinnen und im Angriff eine hohe Effektivität vorweisen muss.

Personeller Engpass hält an

Neben den beiden länger ausfallenden Kapitänen Moritz Zörb und Stefan Kneer sind einige Einsätze fraglich, über denen auch schon gegen den TuS N.-Lübbecke ein Fragzeichen stand. Aller Voraussicht nach wird das Trainerduo Griesbach/Wohlrab wieder mit einem dezimierten Kader die Reise gen Norden antreten, jedoch eine Sache sich zu den letzten Wochen ebenfalls nicht ändern. Das junge TVH-Team wird wieder alles in die Waagschale werfen, um etwas Zählbares beim Favoriten mit auf die Heimfahrt zu nehmen.

Foto: Marc Thürmer

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