Zu hohe Hürde Hamburg

Für den TV 05/07 Hüttenberg war es die erwartet schwere Partie beim Handball Sportverein Hamburg. Mit einer 21:30-Niederlage im Gepäck mussten Weber, Reichl und Co. die Heimreise antreten, sodass die große Überraschung ausbliebt bei den Hansestädtern.

Unter personell erschwerten Bedingungen setzte sich der Hüttenberg-Tross am Freitagvormittag in Richtung Hamburg in Bewegung. Neben den beiden Langzeitverletzten Sefan Kneer und Moritz Zörb musste das Trainerduo Griesbach/Wohlrab auch auf Hendrik Schreiber und Merlin Fuß verzichten. Somit fehlte es den beiden A-Lizenzinhabern von vornherein an Optionen, was sich besonders in der zweiten Hälfte bemerkbar machen sollte. Einen weiteren Ausfall musste man während der Partie vermelden, als Ersatzkapitän Christian Rompf sich eine Fingerverletzung bei einer Abwehraktion zuzog und somit nicht mehr in das Spielgeschehen eingreifen konnte.

Verschlafene Anfangsphase

Wie auch schon in den letzten beiden Spielen gingen die ersten Minuten klar an den Gegner. In diesem Falle wussten die „Nordlichter“ den Start besser zu nutzen und ließen in der 9. Minute eine 6:1-Führung auf der Anzeigetafel aufleuchten. Aus einer stabilen 6:0-Abwehr zogen die Gastgeber immer wieder er Tempospiel auf und führten nach 12 Minuten mit 8:2. Die Mittelhessen begannen sich jedoch zu währen und fanden immer wieder den Weg über Kreisläufer Vit Reichl. Sukzessive verringerte der TVH den Rückstand und war in der 23. Minute beim 10:8 wieder vollends in der Partie. Den Schlusspunkt der ersten Hälfte setzte der agile und torgefährliche Leif Tissier bei den Hausherren und netzte sehenswert zum 14:10 ein.

Kraftmangel macht sich bemerkbar

Nach dem Wiederanpfiff waren es wieder die Hamburger, die in den Anfangsminuten den fokussierteren Eindruck machten. Als der HSVH-Toptorschütze Leif Tissier zum 18:11 nach 37 gespielten Minuten traf, schien die Partie klare Konturen anzunehmen. Der TVH stemmte sich jedoch gegen eine deutliche Niederlage und konnte sich besonders in dieser Phase auf einen gut aufgelegten Niko Weber im Gehäuse verlassen. Als Ian Weber eine Überzahl nutzte, um seine Farben auf 17:22 heranzuführen, keimte im TVH-Lager nochmals Hoffnungen auf. Diese kamen jedoch einem Strohfeuer gleich, zumal der HSVH die Führung innerhalb kürzester Zeit auf 24:17 hochschraubte. TVH-Trainer Frederick Griesbach stellte fünf Minuten vor Ende nochmals auf eine komplette Manndeckung um, jedoch zeigte diese Maßnahme auch keine Wirkung mehr, da sich die Gastgeber bestens ohne Ball bewegten. Am waren es die fehlenden Wechselmöglichkeiten und der damit einhergehende Kraftmangel, der den Hüttenbergern das Genick brach. Nichtsdestotrotz muss man der Heimsieben aus Hamburg eine sehr konzentrierte und souveräne Leistung attestieren. Mit nun fünf Siegen aus Sieben Spielen rangiert der HSVH auf dem dritten Platz und hat mit diesem Heimsieg den Anschluss an das Führungsduo gewahrt.

Statistiken:

Schiedsrichter: Arndt/Westphal – Zuschauer: keine. – Zeitstrafen: 10:4 Minuten. – Siebenmeter: 3/3 – 3/4.

TVH: Plaue, Nikolai Weber; Opitz, Theiß (2), Fujita, Ian Weber (2), Rompf, Reichl (4), Mubenzem (2), Hübscher (1), Hahn (6/3), Klein (4), Jockel.

Stimmen zum Spiel:

Frederick Griesbach: „Ich bin in der ersten Halbzeit mit der ballfernen Abwehr nicht zufrieden. Uns war klar, dass sie den Ball unter Kontakt noch weiterbringen, sodass wir nicht nur eine Hilfe benötigen, was uns leider nicht gelungen ist. Im Angriff haben wir auch gemerkt, wie wichtig die Bewegung ohne Ball ist. Hinzu kommt noch der Ausfall von Rompf. Daher darf man nicht vergessen, wer alles gespielt und nicht gespielt hat.“

Robin Hübscher: „Wir kommen nicht gut in das Spiel rein, aber kämpfen uns wieder ran. Das Spiel verlieren wir in der zweiten Halbzeit, wo wir unsere Chancen im Angriff nicht nutzen und in der Abwehr nicht in unser System finden. Somit haben wir es Hamburg zu einfach gemacht.“

Niklas Theiß: „Wir haben wieder in der Abwehr zu wenig Zugriff gehabt und im Angriff ein paar Bälle zu früh an den Kreis gespielt oder auf das Tor geworfen. Natürlich ist es aber auch sehr schwer mit so vielen Verletzten, besonders im Rückraum. Da fehlen einem dann irgendwann die Kräfte.“

Foto: Marc Thürmer

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