Wohlrab fordert Messer zwischen den Zähnen

Für den TV 05/07 Hüttenberg steht ein wegweisender Monat Dezember bevor und den Auftakt macht der EHV Aue am Samstag, den 05.12.2020. Für viele Beteiligten wird es ein besonderes Spiel und vor allem für die Trainer der jeweiligen Teams. Anpfiff ist um 19.30 Uhr in der Rittal Arena und auch dieses Spiel wird wieder live und kostenlos auf Sportdeutschland.TV übertragen.

Mit dem EHV Aue gastiert ein Team bei den Mittelhessen, welches von allen Handballzweitligisten mit am stärksten betroffen war von der Corona-Pandemie. Mit lediglich vier gespielten Partien konnten die Mannen aus dem Erzgebirge nicht ansatzweise einen Spielrhythmus aufnehmen. Neben zahlreichen Spielern hat es besonders EHV-Trainer Stephan Swat hart getroffen, sodass dieser sich nach der Corona-Erkrankung weiterhin im Krankenhaus befindet und auf unbestimmte Zeit ausfällt. Bis auf Weiteres werden somit Co-Trainer Kirsten Weber und Torwart-Trainer Michael Hilbig Swat bestmöglich ersetzen.

TVH hoch motiviert

Der TV 05/07 Hüttenberg blickt ebenfalls auf ereignisreiche Wochen zurück, die jedoch eher von deutlichen Niederlagen geprägt waren. In letzter Konsequenz musste Frederick Griesbach seinen Hut nehmen, sodass sein ehemaliger Co Johannes Wohlrab zunächst die Geschicke auf der TVH-Bank leiten wird. „Ich musste auch eine Nacht darüber schlafen, da man sich natürlich in der Zeit der Zusammenarbeit auch auf einer menschlichen Ebene gut kennengelernt hat“, verriet „Joh“ Wohlrab, der aber schon beim einzigen Saisonsieg in Eisenach unter Beweis gestellt hat, dass er erfolgreich das Team coachen kann. Ein ähnliches Ergebnis wie beim ThSV erhofft man sich natürlich im TVH-Lager, jedoch wird Aue eine große Herausforderung darstellen.

Aue mit starkem Kollektiv

„Sie haben eine starke Mannschaft mit einem sehr guten Mittelmann, den wir in den Griff bekommen müssen. Zudem verfügen sie mit Kevin Roch einen großgewachsenen Linksaußen, einen sehr schlagkräftigen Rückraum und mit Bornhorn haben sie einen starken Kreisläufer. Aue kommt über eine großgewachsene 6:0-Abwehr, die wir in Bewegung bringen und geduldig auf unsere Chance warten müssen“, so die Gegnereinschätzung von Wohlrab, der zudem noch einen Schlachtplan mit an die Hand gibt: „Aue hat keinen regelmäßigen Spielbetrieb und keinen Rhythmus, wo ich einen Vorteil bei uns sehe, den wir uns zunutze machen müssen. Unsere Priorität ist jetzt klar. Wir werden jetzt noch enger zusammenrücken, noch mehr über die Emotionalität kommen, das Messer zwischen die Zähne nehmen und kampfbereit sein.“

Personelle Situation

Bei den kommenden Gästen kann dort keine Prognose aufgestellt werden. Aufgrund der wochenlangen Corona bedingten Zwangspause wird mit Spannung zu erwarten sein, in welcher personellen Konstellation die Mannen aus dem Erzgebirge antreten werden. Lediglich die Trainerposition ist klar definiert, wie schon vorab angesprochen. Bei der Heimsieben werden weiterhin die beiden Kapitäne Moritz Zörb und Stefan Kneer verletzungsbedingt ausfallen. Hinter dem Einsatz von Hendrik Schreiber steht noch ein großes Fragezeichen, da dieser noch an einer Bänderverletzung laboriert.

Foto: Marc Thürmer

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