Nur vereint sind wir stark

Wenn der 1.Vorsitzende des Stammvereins TV 05/07 Hüttenberg Markus Happel und Geschäftsführer der Hüttenberger Handball-Marketing GmbH und Co. KG Fabian Friedrich zurückschauen, blicken sie auf ein Jahr, das als Zäsur in die Geschichtsbücher eingehen wird. Ausführlich resümieren beide das turbulente Jahr, blicken nach vorne und demonstrieren in ihren Wegen absolute Einigkeit. Diese liegt besonders in der großen Dankbarkeit allen TVH-Fans und Sponsoren gegnüber, ohne die es den Handball in Hüttenberg nicht mehr geben würde. DANKE!

Wie habt ihr die Zeit ab März wahrgenommen?

Friedrich: „Der Ligaabbruch hat uns, wie auch alle anderen Clubs, extrem hart getroffen. Hinzu kamen neue Themenfelder wie zum Beispiel Kurzarbeit, mit denen man sich bis dato noch nie auseinandersetzen musste. In den ersten beiden Tagen kam bei mir persönlich pure Verzweiflung auf, aber dann hat man direkt gemerkt, welche Rückendeckung man hier erhält und dann münzte man die Verzweiflung in absoluten Tatendrang um, der immer noch anhält.“

Happel: „Bei uns im Gesamtverein war es auch eine sehr ungewisse Zeit und wir konnten nur das umsetzen, was uns vorgegeben wurde. Unser Hauptaugenmerk lag darin, alle neuen Regelungen bestmöglich einzuhalten. Bemerkenswert fand ich, wie schnell Ausweichmöglichkeiten, wie zum Beispiel Training auf dem Sportplatz, organisiert wurden. Alle Gruppen haben sich zusammengerauft und auch der Breitensport war direkt dabei. Jeder hat versucht seinen Weg zu finden und ich glaube, dass wir alles gegeben haben und es auch bis heute gut gemeistert haben.“

Was stimmt euch zuversichtlich, wenn ihr in die Zukunft schaut?

Friedrich: „Der gesamte Rückhalt, ob er von unseren Sponsoren, Dauerkarteninhabern, unserem Stammverein oder auch innerhalb der Marketing stammt, ist einfach unfassbar. Ich habe für mich gemerkt, dass diese hundertprozentige Rückendeckung auch der Hauptgrund ist, für diesen Verein zu arbeiten. Was bei uns in Hüttenberg passiert, ist etwas Einmaliges und das spürt man in so einer Krisensituation, wie eng da alle nochmal zusammenrücken. Das ist sehr beeindruckend und erfüllt mich auch mit sehr viel Stolz, so einen Verein als Geschäftsführer führen zu dürfen.“

Happel: „Bei mir ist es ähnlich. Wir haben viel kommuniziert über Gruppen oder auch in Trainergesprächen. Einstimmig waren wir uns einig, dass wir zusammenhalten und es weitergehen muss. Jeder war der Meinung, dass das Leben ohne die Sporthalle nur halb so schön ist, was uns natürlich in der weiteren Arbeit beflügelt.“

Gibt es Punkte, denen ihr kritisch gegenübersteht?

Friedrich: „Ja selbstverständlich. Große Bauchschmerzen bekomme ich bei der Frage, was die komplette Wirtschaftssituation nächstes Jahr in Deutschland macht. Wie können wir unser Partnerfeld so vollumfänglich aufstellen, wie es vorher der Fall war. Alle Unternehmen, überall wo man hinhört, melden Kurzarbeiten an und überall ist das Geld knapp. Wir haben es schon sehr oft thematisiert. Die Frage kommt auf, wie wir unserer Arbeit nachgehen können, wenn wir merken, dass es immer schlimmer in den Unternehmen wird. Dann kommen riesige Bauchschmerzen bei mir auf. Des Weiteren kann unser Nachwuchs aktuell nicht in die Hallen gehen. Die Kinder scharren mit den Hufen und das macht mir die nächsten Bedenken. Das ist unsere nächste Handballgeneration und wenn diese wegbricht, wird es für einen Verein, wie wir es sind, immer schwieriger.“

Happel: „Bauchschmerzen bereitet mir auch die Geschichte mit den Jugendlichen. Es ist wichtig, dass die Zeit wiederkommt, dass die Kinder in die Halle gehen können. Natürlich müssen es die Kinder dann auch wieder wollen, aber ich bin mir sicher, dass das bei uns in Hüttenberg der Fall ist.“

Vielen Dank für dieses Interview. Euch gebühren die letzten Worte…

Friedrich: „Liebe Partner, liebe Fans, liebe Dauerkarteninhaber. Euch allen gebührt ein riesiges Dankeschön, dass ihr uns so tatkräftig unterstützt, egal wie schwierig es für uns oder für euch sein wird und aktuell sein mag. Wir genießen einen extrem hohen Rückhalt, ohne große Rückforderung von unseren Dauerkarteninhabern. Wir sind sehr stolz, dass wir so eine geschlossene Fangruppierung in Hüttenberg hinter uns stehen haben. Ein großes Dankeschön gilt auch der Interessen Gemeinschaft Handball (IGH) initiiert von Reinhard Schargitz. Ihr seid unermüdlich und jeden Tag am Kämpfen, dass es Bundesligahandball auch über die Saison hinaus in Hüttenberg gibt. Dem VIP-Team unter der Leitung von Jasmin Zörb und auch unserem Ordner-Team möchte ich danken. Leider habt ihr momentan keine Einsätze, aber ich bin mir sicher, dass ihr hinter den Türen mit den Hufen scharrt und ich hoffe, dass die Hallen auch für euch wieder geöffnet werden. Euch allen gebührt ein riesiger Dank, macht euch ein schönes Fest und genießt die Zeit trotz der ganzen Umstände.“

Happel: „Auch von meiner Seite wünsche ich euch ein schönes Weihnachtsfest. Explizit möchte ich das Team 06 erwähnen, das eine unfassbare Arbeit macht und alle Abteilungsleiter und Trainer machen auch einen tollen Job, wofür ich sehr dankbar bin. Macht genauso weiter.“

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.