Jahresabschluss nach Maß

Der TV 05/07 Hüttenberg gewinnt das letzte Spiel des Jahres 2020 mit 34:30 gegen den TuS Fürstenfeldbruck und bleibt somit den kompletten Dezember ungeschlagen. Mit dem dritten Sieg in Folge klettert die Wohlrab-Sieben auf den 12. Platz in der 2. Handballbundesliga.

Mit Spannung war diese Begegnung zu erwarten, zumal beide Mannschaften sich nicht nur im Kampf um den Klassenerhalt befinden, sondern auch einen starken Dezember spielten. Die Gäste aus der Nähe von München konnten drei Siege am Stück einfahren, jedoch verfügt das Team von Trainer Martin Wild über kaum zweitligaerfahrene Spieler. Somit war es das erste Mal in der Saison 2020/2021 der Fall, dass der TVH als leichter Favorit in diese Begegnung ging und diese aufgrund der Platzierung beider Teams weitere Brisant mitbrachte.

TVH-Sahnestart

Eine Anfangsnervosität spürte man lediglich den Gästen an. Die Wohlrab-Schützlinge hingegen präsentierten sich ab der ersten Minute hellwach und äußerst fokussiert. Gegen die offensive TuS-Abwehr fanden Weber, Schreiber und Co. kreative Lösungen und strahlten über jede Position Torgefahr aus. Als der bärenstarke Robin Hübscher in der neunten Minute das 6:0 markierte, war der „Sahnestart“ perfekt für die Gastgeber. Aus welchem Holz die Süddeutschen jedoch geschnitzt sind, sollte sich im Laufe der Partie offenbaren. Nach dem völlig verschlafenen Beginn kämpfte sich der TuS in die Begegnung und ließ schon zur Halbzeit den Rückstand immer weiter schmelzen. Hüttenberg verlor hingegen ein wenig die Leichtigkeit, aber keinesfalls die Kontrolle über die Partie. Aus diesem Grund traten beide Teams mit einem 15:12 den Gang in die Kabine an.

Am Ende souverän

Nach dem Seitenwechsel waren es wieder die Hausherren, die einen besseren Start auf das Parkett legten. Als der tschechische Nationalspieler Vit Reichl in der 36. Minute vom Kreis traf, leuchtete ein 19:14 in der Rittal Arena auf der Leinwand auf. Beim TVH zog Ian Weber auf der Spielmacherposition geschickt die Fäden und war in der Endabrechnung mit acht Treffern auch bester Werfer seiner Farben. Im Tor war Dominik Plaue in wichtigen Momenten wieder ein starker Rückhalt und am Kreis war besagter Vit Reichl nur schwer vom TuS zu stoppen. Des Weiteren drehte besonders in der Schlussphase Merlin Fuß wieder auf, der schon in vorherigen Spielen unter Beweis stellte, dass er in Schlussphasen gerne Verantwortung übernimmt. Auch wenn die Mannen um Goalgetter Falk Kolodziej nochmals auf 26:28 in der 54. Minute verkürzten, behielt der TVH das Zepter und in der Endabrechnung mit 34:30 auch den verdienten Sieg fest in beiden Händen.

Schiedsrichter: Ribeiro/Fratczak – Zuschauer: keine. – Zeitstrafen: 4:6 Minuten. – Siebenmeter: 2/2 – 2/2.

TVH: Plaue, Nikolai Weber; Fuß (6), Schwarz, Kneer (1), Theiß, Fujita, Ian Weber (8), Rompf, Reichl (7), Mubenzem (1), Hübscher (6), Hahn (2/2), Klein, Jockel, Schreiber (3).

Stimmen zum Spiel

Martin Wild: „Wir waren zu Beginn überhaupt nicht griffig genug und haben gar keine Zweikämpfe geführt. Wenn du aber mit einem 0:6 nach acht Minuten startest, wird es natürlich schwierig. Ab der 15. Minute hat meine Mannschaft das dann aber richtig gut gemacht. Ich muss meiner Mannschaft aber ein großes Kompliment für den weiteren Verlauf der Partie machen, da sie sich zu keinem Zeitpunkt aufgegeben hat. Am Ende geht der Sieg aber verdient an den TV Hüttenberg, zumal sie ab der ersten Minute führten.“

Johannes Wohlrab: „Wir waren von Anfang an hellwach, was wir uns auch vorgenommen haben. Wir wollten dem Spiel trotzdem unseren Stempel aufdrücken, egal wie es steht. Das gelang uns nicht immer, aber trotzdem hatte ich nicht das Gefühl, dass das Spiel nochmal kippen könnte. Das haben die Jungs heute sehr gut gemacht und ich muss meinem Team jetzt einmal ein Kompliment für die letzten Wochen aussprechen. Sie hat sehr fokussiert und hart gearbeitet. So haben wir uns die Punkte auch hart erkämpft.“

Foto: Marc Thürmer

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