Auswärtsstärke ist gefragt

Der TV 05/07 Hüttenberg befindet sich in einer englischen Woche, in der die Auswärtsaufgaben dominieren. Am Mittwoch, dem 17. Februar treten die Mittelhessen beim starken Aufsteiger Dessau-Roßlauer HV 06 an, der mit zwei Pluspunkten Vorsprung auf einem achten Platz rangiert. TVH-Trainer Johannes Wohlrab spricht von einem sehr schwierigen Auswärtsspiel.

Nach dem wichtigen Heimsieg im kleinen Derby gegen den TuS Ferndorf stehen für Schreiber, Klein und Co. wichtige Duelle im Kampf um den Klassenerhalt an. Dabei wird der TVH in den nächsten fünf Partien ganze vier Mal in fremder Halle zu Gast sein und der Startschuss dieser „Deutschland-Tour“ ertönt in der ehemaligen Hauptstadt des Fürstentums zu Anhalt-Dessau. Die Blau-Weißen starteten als Liganeuling fulminant in die Spielzeit und hatten zwischenzeitlich sogar den Platz an der Sonne inne. Aus den letzten acht Partien konnte das Team von Trainer-Routinier Uwe Jungandreas jedoch nur einen Sieg einfahren, was wiederum für einen guten achten Platz in der Tabelle reicht.

Wohlrab: „Kein gewöhnlicher Aufsteiger“

„Für mich ist Dessau der stärkste Aufsteiger, denn sie haben sich vor der Saison sehr gut verstärkt und somit einen breiten Kader. Mit Ambrosius haben sie einen Bomben-Rückhalt diese Saison im Tor und hinzu kommen im Angriff Löser im linken Rückraum oder Scheithauer, die wurfgewaltig sind. Mit dem tschechischen Nationalspieler Jakub Hrstka haben sie einen wahnsinnig schnellen Gegenstoßspieler auf Linksaußen“, so die Einschätzung von TVH-Trainer Johannes Wohlrab zum Dessauer Personal. Wie schon gegen Ferndorf benötigt der TVH auch in Dessau aus handballerischer Sicht einen effektiven Angriff, damit der Gegner sein brandgefährliches Tempospiel nicht zur Entfaltung bringen kann.

Matchplan klar definiert

„Wir müssen von Beginn an Schritt halten, um dann im richtigen Moment zuzuschlagen, sodass wir die Partie so lange wie nur möglich offen gestalten. Zudem brauchen wir eine aggressive 3:2:1-Deckung, die gerade die großgewachsenen Rückraumspieler beackert, um das Zusammenspiel mit Seidel am Kreis zu unterbrechen. Das wird der Schlüssel, um in diesem Spiel mithalten zu können. Aktuell ist der komplette Trainerstab gefragt, vom Athletiktrainer über den Reha-Trainer, die Physio-Therapeuten bis hin zum Video-Analysten, um bestmöglich vorbereiten zu sein. Wenn die Chance sich dann ergibt, möchten wir da sein, um eventuell ein Punkt zu entführen, was jedoch sehr schwer wird“, verriet A-Lizenzinhaber Wohlrab. Dieser muss weiterhin auf seinen frisch operierten Kapitän Moritz Zörb verzichten.

Foto: Marc Thürmer

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.