Wohlrab-Sieben bejubelt wichtigen Heimsieg

Der TV 05/07 Hüttenberg demonstriert Nervenstärke und erspielt sich gegen den ThSV Eisenach zwei wichtige Punkte im Kampf um den Klassenerhalt. Mit diesem 29:24-Heimerfolg schließt der TVH einen bis dato punktlosen Monat März versöhnlich ab und hält die weiteren Kontrahenten im Abstiegskampf auf Distanz.

TVH-Trainer Johannes Wohlrab machte im Vorfeld der Partie die Wichtigkeit dieses Duells deutlich, indem er von einem „Muss-Spiel“ sprach. Vier Spiele in Folge, und somit den kompletten Monat März, mussten die Mittelhessen durchgehend Niederlagen hinnehmen. Auch wenn die Leistungen, wie gegen den VFL Gummersbach oder beim HC Elbflorenz, häufig ansprechend waren, stand man in der Endabrechnung mit leeren Händen da. Gegen den ThSV Eisenach sollten mit der Leistung und dem Ergebnis beide Komponenten passen, sodass Wohlrab in der anschließenden Pressekonferenz seinen Schützlingen ein großes Kompliment aussprach.

TVH startet hellwach

Von Beginn an gaben die Gastgeber den Takt vor und fanden gut in die Partie. Besonders Merlin Fuß drehte ab der ersten Minute auf und markierte nach 12 Minuten das 6:3, was zugleich auch schon sein vierter Tagestreffer war. Vit Reichl schraubte die Führung in der 18. Minute sogar auf 9:5 hoch, ehe sich ein kleiner Bruch in das TVH-Spiel einschlich. Gästetrainer Markus Krauthoff-Murfuni unterbrach die Begegnung mit einer Auszeit, wechselte Martin Potisk ein und lenkte das Spiel seiner Schützlinge somit in neue Bahnen. Mit dem agilen Potisk auf der Spielmacherposition schlossen die „Wartburgstädter“ schnell auf und lagen in der 23. Minute nur noch mit 9:10 zurück. Der TVH konnte diese hauchdünne Führung in die Halbzeit retten, was besonders an zwei Akteuren lag. Im Tor lieferte Routinier Niko Weber eine bärenstarke Leistung ab und im Angriff war es Hendrik Schreiber, der große Torgefahr ausstrahlte und die Partie in den Schlussminuten der ersten Hälfte an sich riss.

Gäste stehen sich selbst im Weg

Nach dem Seitenwechsel setzte sich der Trend aus der ersten Hälfte fort. Im Angriffsspiel der Hüttenberger fehlten die druckvollen und dynamischen Kreuzbewegungen der Anfangsphase und der der ThSV zog sein Tempospiel immer besser auf. Folgerichtig gingen die Gäste in der 36. Minute durch den starken Peter Walz mit 17:16 in Führung. Die Partie schien in dieser Phase komplett zu kippen aus Sicht der Hüttenberger. Eisenach vermochte es jedoch nicht, die Führung weiter auszubauen, sodass sie den TVH nicht noch mehr unter Zugzwang brachten. Im Gehäuse der Heimsieben war es weiterhin Niko Weber, der seine Vorderleute im Spiel hielt und in der Offensive agierten die Hüttenberger wieder variabler. Wie schon in der Anfangsphase wusste besonders Merlin Fuß sehr zu überzeugen. In der Abwehr demonstrierte der U21-Nationalspieler mit insgesamt vier Steals seine Qualitäten und auch in der Offensive strahlte Fuß gemeinsam mit seinen Nebenmännern Kneer, Weber und Schreiber große Torgefahr aus. Nichtsdestotrotz blieben die Gäste am Ball und erzielten in der 52. Minute den 23:24-Anschlusstreffer. Es war das letzte Mal, dass die Eisenacher in Schlagdistanz waren, zumal ihnen mit der Verletzung von Alexander Saul der Stecker gezogen wurde. Es folgten fünf ThSV-Angriffe, die immer in einem technischen Fehler mündeten, was der TVH ausnutzte, um sich in der 57. Minute vorentscheidend auf 28:23 freizuschwimmen. Mit der Schlusssirene leuchtete ein 29:24-Heimsieg auf der Anzeigetafel aus, der sich jedoch erst in der Schlussphase deutlich gestaltete.

Schiedsrichter: Frank/Bona – Zuschauer: keine – Zeitstrafen: 6:2 in Minuten – Strafwürfe: 4/5 : 3/6.

TVH: TV Hüttenberg: Plaue, Nikolai Weber; Fuß (6), Kneer (2), Theiß (2), Fujita, Ian Weber (5), Rompf (3/3), Lindenstruth, Reichl (4), Mubenzem, Hübscher (1), Hahn (1/1), Klein, Jockel, Schreiber (5)

Stimmen zum Spiel:

Johannes Wohlrab: „Ich bin sehr zufrieden und nicht nur mit der Leistung, mit der ich auch in den letzten Wochen zufrieden war, sondern auch mit dem Ergebnis. Es ist schön, wenn man bis zur 50. Minute mithalten kann, schönen Handball spielt und dafür ein Lob bekommt. Es bringt dir aber nichts, wenn du nichts Zählbares mitnimmst und das haben wir die letzten Wochen zu spüren bekommen. Ich muss meiner Mannschaft daher ein Kompliment aussprechen, wie sie mit dieser Drucksituation umgegangen ist. Das haben sie ganz fantastisch gemacht.“

Hendrik Schreiber: „Wir kommen sehr gut ins Spiel, haben dann aber Mitte der ersten Halbzeit eine Phase, wo wir vorne zu viele freie Chancen liegen lassen und hinten nicht mehr konsequent in die Zweikämpfe gehen. Zum Glück macht Niko ein starkes Spiel und hält noch sehr viele frei Bälle von Eisenach. In der zweiten Halbzeit machen wir es dann wieder besser, erzwingen viele Ballgewinne in der Abwehr und können uns dadurch entscheidend absetzen.“

Merlin Fuß: „Wir hatten eine sehr gute Torhüter- und Abwehrleistung. Mit dieser Kombination haben wir dann auch unsere beiden kleinen Schwächephasen gut überstanden und am Ende verdient die Punkte mitgenommen. So wichtig die zwei Punkte auch waren, so kurz können wir uns auch nur über diese freuen, zumal am Samstag schon das nächste Spiel in Dormagen ansteht und wir dort auch wieder was Zählbares mitnehmen möchten.“

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