Große Möglichkeit nicht genutzt

Der TV 05/07 Hüttenberg vergibt beim TuS Fürstenfeldbruck eine große Chance, dem Klassenerhalt einen Schritt näher zu kommen. Am Ende muss man von einer verdienten 28:32-Niederlage sprechen, zumal die Gastgeber von Beginn an dem Spiel ihren Stempel aufdrückten.

Es war das erwartet schwere Auswärtsspiel beim Schlusslicht aus Fürstenfeldbruck. Diese agierten jedoch keinesfalls wie ein klassischer Tabellenletzter und demonstrierten wieder einmal ihre Heimstärke, die auch schon die beiden Topteams aus Hamburg und Gummersbach zu spüren bekamen. Dabei fanden die Mittelhessen gut in die Partie und gingen durch einen verwandelten Strafwurf von Christian Rompf nach drei Minuten mit 2:1 in Führung. Es sollte das letzte Mal gewesen sein, dass die Blau-Weiß-Roten eine Führung innehatten, was besonders an der offensiven Deckung der Gastgeber lag. Fanden die Hüttenberger im Hinspiel noch kreative Lösungen mit viel Spielwitz, sollte im Rückspiel der Offensivmotor nicht wirklich warm werden. Nach 17 Minuten hatten die Hausherren nur ganz knapp mit 8:7 die Nasenspitze vorne, was sich bis zur 25. Minute jedoch ändern sollte. Mit der offensiven 3:3-Deckung zwang der TuS die Gäste immer wieder zu technischen Fehlern und münzte diese in Gegenstoßtreffern um, sodass sich die Heimsieben einen 15:10-Vorsprung erspielte. Der TVH vereitelte hingegen einen deutlichen Halbzeitrückstand, indem er die letzten Minuten des ersten Durchgangs sehr kämpferisch gestaltete und somit beim 14:15 wieder auf Schlagdistanz war.

TVH-Abwehr findet keinen Zugriff

Nach dem Seitenwechsel fanden die Gäste schnell zurück in die Partie und glichen durch Ian Weber nach 33 Minuten auf 17:17 aus. Dem TVH fehlte jedoch die Konstanz im Spiel. Einer kämpferisch starken Phase folgten immer wieder technische Fehler, sodass Fürstenfeldbruck das Zepter nicht aus der Hand gab. Erschwerend kam hinzu, dass die 3:2:1-Abwehr zu keinem Zeitpunkt ihre Griffigkeit der Vorwochen fand, was der TuS Fürstenfeldbruck zu nutzen wusste. Über ein 21:18 (39. Minute) bauten die Gastgeber die Führung sogar auf 24:20 (46. Minute) aus. Trotz eines unrunden Auftretens ließ der TVH es nicht zu, dass der TuS den Deckel auf die Partie machte. Als Routinier Christian Rompf auf 25:26 in der 54. Minute verkürzte, keimte wieder Hoffnung auf, die Fürstenfeldbruck hingegen im Keim ersticken sollte. Mit einem Dreierpack enteilten die Hausherren in nur zwei Minuten auf 29:25, was einer Vorentscheidung gleichkam. Enttäuscht traten die Mannen um Co-Kapitän Stefan Kneer die lange Heimreise an, jedoch gab TVH-Trainer Johannes Wohlrab das weitere Vorgehen direkt nach Spielende vor. „Wir werden die Lehren aus dieser Niederlage ziehen und möchten die nächste Chance nutzen.“

Schiedsrichter: Schmack/Dinges – Zuschauer: keine – Zeitstrafen: 14:6 in Minuten – Strafwürfe: 3/0 : 9/8.

TVH: N.Weber, Plaue; Fuß (1), Kneer (2), Opitz, Theiß (2), Fujita, I.Weber (5/1), Rompf (10/7), Lindenstruth (1), Reichl (4), Mubenzem, Hübscher, Hahn (2), Klein, Schreiber (1).

Stimmen zum Spiel:

Johannes Wohlrab: „Es ist leider das eingetreten, was ich vor dem Spiel gesagt habe. Wir sind nicht so als Kollektiv aufgetreten und nicht so gekämpft wie Fürstenfeldbruck. Sie haben verdient gewonnen, weil sie den Sieg mehr wollten. Wir haben heute gezeigt, dass wenn man nicht bei 100 Prozent ist, man kein Spiel in der Liga gewinnen kann.“

Christian Rompf: „Wir haben es nicht geschafft, die Abwehr der Brucker in Bewegung zu bringen. Zudem haben wir es leider nicht immer geschafft, unsere Qualitäten auf die Platte zu bringen. Man muss sagen, dass die Panther diesen Sieg einfach mehr wollten und das hat man dann auch gespürt im Spiel.“

Ian Weber: „Wir haben heute gegen einen guten Gegner verloren. Unsere Abwehrleistung war heute nicht optimal und wir haben keinen Zugriff gegen die starken Spieler von Fürstenfeldbruck gefunden. Sie waren heute einfach griffiger. Wir haben zu wenig Torgefahr von allen Positionen ausgestrahlt und dann wird es gegen so eine offensive Abwehr schwer. Wir haben heute gegen eine bessere Mannschaft verloren, jedoch müssen wir jetzt den Mund abwischen und nach vorne blicken.“

 

Foto: Tanja Eikerling

 

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