TVH feiert Klassenerhalt mit Fans

Der TV 05/07 Hüttenberg gewinnt vor ca. 400 Zuschauern mit 25:23 gegen den TV Emsdetten und sichert somit den Klassenerhalt unter tosendem Applaus. Nach fast acht Monaten war die Rittal Arena endlich wieder für die TVH-Fans geöffnet und diese sollten mit ihrer fantastischen Stimmung einen großen Anteil an dem späteren Erfolg haben.

Monatelang konnten alle Handball- und TVH-Begeisterten die Blau-Weiß-Roten nur aus der Ferne verfolgen, was mit dem 13. Juni jedoch ein Ende hatte. Gestern fieberten die Fans wieder live vor Ort mit und beflügelten ihre Mannen. „Es waren zwar nur 400 aber sie haben eine Stimmung gemacht wie paar Tausende. Ich hatte schon beim Einlauf in die Halle pure Gänsehaut“, so ein beeindruckter TVH-Trainer Johannes Wohlrab. Dieser sah einen gelungenen Start seiner Sieben, die durch drei Treffer von Routinier Tobias Hahn nach vier Minuten mit 3:2 vorne lagen. Von Beginn an war die 3:2:1-Deckung der Gastgeber griffig und besonders Christian Rompf lieferte eine glänzende Partie ab. Mit seiner aggressiven Gangart zog er dem sonst so starken Johannes Wasielewski komplett den Zahn und hielt den Linkshänder bei nur einem Tor. In der 14. Minute war es dann Hendrik Schreiber, der das 7:4 für seine Farben markiert, woraufhin jedoch ein kleiner Bruch in das TVH-Spiel kam. Emsdetten stellte die Abwehr von einer 6:0 auf eine offensivere Variante um, was sich bezahlt machen sollte. Der TVH blieb über acht Minuten ohne Torerfolg und fand durch den 17-jährigen Niklas Theiß erst wieder in die Spur beim 8:7. Bis zur Halbzeit hatten die Hausherren die Zügel dann wieder fest im Griff, gingen jedoch nur mit einem knappen 11:9 in die Kabine.

TVH macht es spannend

Schon vor dem Seitenwechsel lieferten sich beide Torhüter Nikolai Weber und Konstantin Madert ein packendes Duell. Dieses setzten sie auch im zweiten Durchgang fort, jedoch hatte Weber die Nasenspitze leicht vorne. Mit einer agilen und aggressiven Deckung vor ihm, zogen die Hüttenberger nach 35 Minuten auf 14:10 davon, was die eigenen Fans zum Jubeln brachte. Sukzessive baute die Heimsieben die Führung aus und als in der 49. Minute ein 21:14 aufleuchtet, schien der Sieger schon festzustehen. Diesem Gedanken machte der TV Emsdetten jedoch einen Strich durch die Rechnung. TVE-Trainer Sascha Bretow ließ nichts unversucht und stellte zunächst auf eine 4:2-Deckung um und ging in der Schlussphase sogar auf eine komplette Manndeckung über. Dieser taktische Kniff sollte Wirkung zeigen, zumal der TVH sich von dieser offensiven Abwehr beeindrucken ließ. Auf Seiten der Hüttenberger häuften sich die technischen Fehler und bei den Gästen die Tore, sodass Hubert Kornecki in der letzten Minute sogar das 23:24 markierte. Es sollte dann jedoch dem „Youngster“ Niklas Theiß überlassen sein, den entscheidenden Treffer zu erzielen und die Rittal Arena zum Beben zu bringen.

Bei gleichbleibenden Inzidenz-Zahlen hofft der TVH, auch am 26. Juni zum Saisonabschluss Zuschauer in der Rittal Arena begrüßen zu dürfen.

Schiedsrichter: Bona/Frank – Zuschauer: 400 – Zeitstrafen: 12:8 in Minuten – Strafwürfe: 5/4 : 6/4.

TVH: N.Weber, Plaue; Fuß (5), Kneer (1), Theiß (5), Fujita, I.Weber (5/2), Rompf (3/1), Lindenstruth, Reichl (2), Mubenzem, Hübscher, Hahn (3/1), Klein, Jockel, Schreiber (1).

Stimmen zum Spiel:

Johannes Wohlrab: „Ich muss meiner Mannschaft jetzt mal wirklich ein riesiges Kompliment machen. Was sie seit Dezember letzten Jahres leistet, wie sie sich entwickelt und zu einer Mannschaft zusammengewachsen ist, das ist schön zu sehen. Wir wollen genau diesen Weg weitergehen in den nächsten Spielen und in der kommenden Saison.“

Christian Rompf: „Von Anfang an haben wir eine gute, aggressive Abwehr gestellt. Am Ende war das die Basis unseres Erfolgs. Bis zur 50. Minute hatten wir eine gute Spielsteuerung, aber danach haben wir etwas den Faden verloren. Zum Glück hat es am Ende noch gereich.“

Nikolai Weber: „Nach diesen 60 Minuten ist uns allen viel Stress abgefallen. Dieses Spiel hat keinen Schönheitspreis verdient, was aber von Vornherein klar war. Über weite Strecken war es ein Spiel auf Augenhöhe, bis wir uns dann einen Vorteil erspielen konnten. Wenn man dann aber beginnt nachzudenken, fallen einem die einfachsten Sachen schwer und wir haben Emsdetten um ein Haar wieder in die Partie gebracht. Nach dem Spiel hat man eine ordentliche Druckentlastung bei allen Beteiligten gespürt. Diesen Klassenerhalt hat sich das Team und der Verein verdient.“

 

Bild: Marc Thürmer

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