TVH ohne Druck nach Ferndorf

Mit dem Klassenerhalt im Gepäck kann der TV 05/07 Hüttenberg befreit in das „Derby“ gegen den TuS Ferndorf gehen. Am Samstag, dem 19. Juni (Anwurf: 18.30 Uhr) steht für die Wohlrab-Schützlinge das letzte Auswärtsmatch einer denkwürdigen Spielzeit an, bei der trotz kleinerer Umstrukturierungen im Team etwas Zählbares anvisiert wird.

Eine turbulente Saison neigt sich dem Ende zu und bei der anstehenden Partie können beide Mannschaften befreit aufspielen. Das war vor einigen Monaten keinesfalls abzusehen, zumal der Verlauf beim TuS an Brisanz kaum zu überbieten war. Einem sehr erfolgreichen Start folgte eine durchwachsene Phase, sodass sich die Ferndörfer in der Abstiegsregion wiederfanden. Wie schon bei einigen Teams vorher, traten beim TuS Ende Februar Corona-Fälle auf, jedoch sollte kein Team in der 2.HBL eine solch lange Pause einlegen. Am 09. April konnten die Mannen aus Kreuztal dann wieder in das Spielgeschehen eingreifen, jedoch stand ihnen eine Mammutaufgabe mit unzähligen Nachholspielen bevor. Der Art und Weise, wie der TuS diese Herausforderung angenommen und gemeistert hat, kann man nur größten Respekt und sportliche Anerkennung zollen. Mit einem überraschenden Heimsieg über den VFL Gummersbach spielten sich die Schützlinge von Trainer Robert Andersson nahezu in einen Rausch, sodass beim HSV Hamburg das nächste Spitzenteam geschlagen wurde. Zähler um Zähler folgte auf die Habenseite des TuS, sodass der Klassenerhalt zu einem frühen Zeitpunkt in trockene Tücher gewickelt wurde. „Ferndorf hat eine ganz fantastische Runde gespielt, nachdem sie aus der langen Quarantäne herausgekommen sind. Damit hätte kein Mensch gerechnet, dass sie das so schaffen, was ihnen hoch anzurechnen ist“, so TVH-Trainer Johannes Wohlrab.

Wohlrab: „Werden kein Risiko eingehen.“

Für die Mannen um Co-Kapitän Stefan Kneer kann die Reise Richtung Kreuztal ohne Druck angetreten werden. „Wir haben erst einmal unser Saisonziel sacken lassen. Dass wir das am drittletzten Spieltag schon sicher gemacht haben, war mit dem schlechten Start in diese Runde nicht zu rechnen. Jetzt haben wir 29 Punkte, aber es wäre sehr schön, wenn wir die 30-Punkte-Marke knacken würden und dann wäre es eine fantastische Saison, die wir rausgeholt hätten. Wenn man ein Ziel erreicht hat, muss man sich das nächste stecken. Wir möchten aus den letzten beiden Spielen noch Punkte mitnehmen. Nichtsdestotrotz werden wir von der Belastungssteuerung schon ein bisschen umstellen und die Trainingssteuerung individuell anpassen an gewisse Blessuren. Wir werden kleinere Verletzungen sinnvoll auskurieren und da kein Risiko eingehen. Mit den ganzen A-Jugendlichen hatten wir dieses Jahr einen breiten Kader. Der ein oder andere wird da jetzt noch seine Chance bekommen und wichtige Zweitligaminuten sammeln. Es ist aber egal, mit welcher Mannschaft wir antreten werden. Ich möchte, dass sich genau diese Attribute, die wir gegen Emsdetten gezeigt haben, bei uns einbürgern. Diese Leidenschaft, das Herzblut, der Zusammenhalt und dieser unbedingte Siegeswille müssen zur Grundlage bei uns werden“, ließ Wohlrab verlauten.

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