Spielberichte

Rabenschwarzer Abend in Krefeld

Rabenschwarzer Abend in Krefeld

Das war nicht unbedingt zu erwarten: Der TV 05/07 Hüttenberg unterliegt am 20. Spieltag beim Tabellenvorletzten HSG Krefeld Niederrhein mit 31:35 (11:18). Dabei liegen die Mittelhessen von Beginn an deutlich gegen die bis dahin erst einmal siegreichen „Eagles“ hinten und scheitern besonders am Gegnerischen Torwart Pau Guitart Alguacil, der mit zwanzig Paraden zum Matchwinner avanciert.

Wegen der Ausfälle der beiden Kreisläufer Lasse Ohl und Moritz Zörb startete der TVH wie schon in der Vorwoche im Angriff mit vier Rückraumspielern. Allerdings hatte sich die HSG wohl das Spiel aus gegen den TuSEM Essen gut angesehen und war bestens vorbereitet auf diese Variante. Die Abwehr der „Eagles“ packte ordentlich zu, so dass es für Paul Kompenhans & Co. kaum ein Durchkommen gab. Zudem scheiterten die Hüttenberger Jungs immer wieder am starken Pau Guitart Alguacil im Tor der Gastgeber. Als Lucas Schneider nach fünfeinhalb Minuten für die HSG zum 6:1 getroffen hatte, sah sich TVH-Trainer Stefan Kneer bereits zur ersten Auszeit gezwungen und beorderte Kapitän Hendrik Schreiber für den bis dahin glücklosen Paul Kompenhans auf die Spielmacherposition.

Zwar fügte ich dieser gut ein, holte zunächst einen Strafwurf und traf dann nach schöner Finte selbst zum 4:8 aus Sicht des TVH. Die Wende konnte er aber nicht einleiten. Weiterhin scheiterten die Mittelhessen zu oft am Krefelder Keeper oder bissen sich an der Deckung der Hausherren die Zähne aus. Die TVH-Defensive, in der erneut Leif Haack die eher ungewohnte Hinten-Mitte-Position besetzte stand dagegen alles andere als sattelfest. Zu große Lücken ließen die Blau-Weiß-Roten, die Krefeld immer wieder zu Durchbrüchen nutzte und nach fünfundzwanzig Minuten auf 18:10 enteilt war. In den letzten fünf Minuten gelang nur noch Tim Rüdiger ein Treffer, so dass es mit einer sieben-Tore-Hypothek für den TVH in die Pause ging.

Durchgang Zwei startete besser für den TVH, der nun im Angriff mit mehr Tempo zu Werke ging. Beim 15:19 hatte Paul Kompenhans den Rückstand auf vier Tore reduziert. Doch die Abwehr samt Rückzugsverhalten war weiterhin das Problem. Zudem kamen weder Yahav Shamir noch Simon Böhne richtig ins Spiel, so dass Krefeld nach einer Dreiviertelstunde mit sechzehn Paraden mehr als doppelt so viele zu verzeichnen hatte wie der TVH mit nur sechs. Daher war es nicht verwunderlich, dass die Hüttenberger weiterhin mit 21:26 im Hintertreffen lagen.

Es blieb ein vollständig gebrauchter Samstagabend für den TVH. Beim 24:30 sechs Minuten vor Schluss versuchte es Kneer noch einmal mit einer Auszeit und stellte im Angriff auf die eher ungewohnte 7:6-Variante. Als jedoch Paul Kompenhans im Folgeangriff aufgrund eines Kopftreffers gegen Pau Guitart Alguacil für zwei Minuten auf die Bank musste und Krefeld im Gegenzug auf 31:24 erhöhte, nahm das Unheil seinen Lauf. Spätestens beim 27:33 aus TVH-Sicht (57‘) war die Niederlage gegen den Tabellenvorletzten, der bis dahin erst eine Partie gewonnen hatte, besiegelt.

Fazit zum Spiel

Stefan Kneer: „Wir müssen heute ehrlich zu uns sein: wir waren einfach nicht gut genug und haben auch in der Höhe verdient verloren. Wir haben es in der ersten Halbzeit nicht geschafft, das was wir uns vorgenommen hatten, auch umzusetzen. Da muss ich mich vielleicht auch selbst hinterfragen. Wir hatten weder emotional, noch kämpferisch oder handballerisch etwas dagegenzusetzen. Krefeld hat uns einfach den Schneid abgekauft. Das ist bis jetzt ein Tiefpunkt der Saison, aber da müssen wir jetzt einfach weitermachen (…) und am Mittwoch als Mannschaft wieder ein ganz anderes Gesicht zeigen. (…) Wir können es jetzt nicht mehr auf die Entwicklung schieben, weil wir in dieser Konstellation schon zu lange zusammenspielen und da muss sich jetzt jeder hinterfragen, was er besser machen kann, damit wir als TV Hüttenberg nicht mehr so auftreten, wie wir es heute in der ersten Halbzeit gemacht haben.“

HSG: Rüspeler (3 P. /60 %), Guitart Alguacil (20 P./43%) – Kolodziej (8/4), Kix (5), Klasmann, Schneider (6), Siegler (3), Schulz (1), Marquardt, Michalski (4), Braun, Jagieniak (1), Persson, Ingenpaß (4), Rose (3), Mircic

TVH: Böhne (3 P./23 %), Shamir (5 P. /17 %) – Schwarz, P. Ohl (4), Spandau (4), Rüdiger (5/4), Reichl (2), Haack (1), Anselm, Stehl (1), Kompenhans (5), Dyatlov (1), Schreiber (3), Kuntscher (5)

Foto: HSG Krefeld Niederrhein / samla.de

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