Der TV 05/07 Hüttenberg bleibt auch im vierten Auswärtsspiel in der laufenden Saison punktlos. Gegen den TuS N-Lübbecke sorgt vor allem ein „katastrophaler“ Start dafür, dass die #HüttenbergerJungs über die gesamte Partie einem Rückstand hinterherlaufen und am Ende mit 26:30 (14:18) das Nachsehen haben.
Zudem leistete sich das Team von Trainer Stefan Kneer erneut zu viele technische Fehler. 11:5 lautete die Statistik zu Ungunsten der Mittelhessen. Hinzu kamen unvorbereitete Abschlüsse, was vor allem in Durchgang Eins immer wieder zu einfachen Gegenstoßtreffern der Nettelstedter führte, die nach einer Viertelstunde bereits auf 12:6 enteilt waren. In der Abwehr fehlte dem TVH der nötige Zugriff und vorne tat man sich schwer, gegen die Deckung des TuS. Entsprechend unzufrieden zeigte sich Stefan Kneer mit dieser Phase seiner Mannschaft: „Wir sind katastrophal in das Spiel gestartet, obwohl eigentlich allen klar war, was uns mit der harten Abwehr und dem langsamen Spielaufbau erwartet. Ich glaube, wir haben in der 10. Minute das erste Foul geschafft und so kannst du natürlich kein Auswärtsspiel in der 2. Liga gewinnen. In der ersten Halbzeit bekommen wir acht oder neun Gegenstöße, nicht weil Nettelstedt so gut verteidigt, sondern weil wir die Bälle wegwerfen.“
Zwar steckte sein Team nicht auf und konnte zwischenzeitlich noch einmal auf 12:14 (David Sehknke, 25‘) verkürzen. Bis zum Pausenpfiff hatten die Hausherren den Vorsprung wieder auf vier Tore ausgebaut.
In Durchgang Zwei zeichnete sich ein ähnliches Bild wie in den ersten dreißig Minuten: zwar blieben die #HüttenbergerJungs auf Tuchfühlung und hatten mehrfach die Gelegenheit, die Partie vielleicht doch noch zu drehen. Jedoch scheiterte man entweder an Torhüter Frederik Genz, der einige starke Paraden lieferte, mit zehn Paraden statistisch seinen beiden Gegenübern Simon Böhne und Yahav Shamir mit insgesamt fünfzehn Paraden jedoch eigentlich unterlegen war, oder am eigenen Unvermögen. So liefen die Hüttenberger dem Rückstand weiter hinterher. Stefan Kneer versuchte es noch einmal mit verschiedenen Umstellungen sowohl in Abwehr als auch Angriff. Doch es sollte alles nichts helfen. So bejubelte der TuS und seine Anhänger den 30:26-Erfolg, während der TVH erneut die Heimreise mit leeren Händen antreten musste.
Stefan Kneer hat bereits die Hausaufgaben für die anstehende Trainingswoche bis zum nächsten Heimspiel gegen den TuSEM Essen ausgemacht: „Heute waren zu wenige Spieler sowohl emotional als auch handballerisch auf dem Niveau, das wir brauchen, um Spiele in der 2. Liga zu gewinnen, vor allem auswärts. Da müssen wir nächste Woche wieder hinkommen. Mit mehr Emotionen von Anfang an, mehr Qualität und weniger leichten Fehlern. Das ist jetzt meine Aufgabe und die Aufgabe für uns als Mannschaft und das werden wir ab Dienstag angehen.“
TuS: Genz (10 P./31%), Grabenstein – Santos (2), Hörr (2), Dominikovic, Schulze (4/1), Lundahl, Dräger (4), Blaauw (4), Gautzsch (4), Pabst (4), Bergemann (6/3), Blazicko, Dederding, Eisele, Westerbeck
TVH: Böhne (8 P. /29 %), Shamir (7 P. / 50 %) – Schwarz, Sehnke (2), P.Ohl (4), Spandau (1), Rüdiger, Reichl, Haack, Gümbel, Weimer (2), Anselm (4), Dyatlov (6), Schreiber, Kuntscher (7/7)
Schiedsrichter: Müller, L./Müller, R. - Zuschauer: 1.420 - Zeitstrafen in Min. (TuS: TVH): 14:6 - rote Karten: -
Foto: TuS N-Luebbecke




