Der TV 05/07 Hüttenberg unterliegt im ersten Spiel des 35. Erima Linden Cups. Gegen Nachbar und Erstligist HSG Wetzlar verkauft sich das Team von Trainer Stefan Kneer 45 Minuten teuer, ehe sich der Favorit entscheidend absetzen kann und schließlich mit 35:30 die Oberhand behält.
Dabei hatten die #HüttenbergerJungs in der wie so oft gut gefüllten und heißen Lindener Stadthalle gut losgelegt und lagen nach rund neun Minuten durch den bereits dritten Treffer des starken Vit Reichl mit 7:5 in Front. Generell funktionierte im Angriff das Zusammenspiel mit dem Kreis sehr gut und hinten stand die für den TVH ungewohnte 6:0-Deckung mit einem gut aufgelegten Yahav Shamir dahinter sicher. Als die Kneer-Schützlinge einige gute Chancen ungenutzt ließen, nutzt die HSG die Gelegenheit und konnte durch einen 4:0-Lauf zum ersten Mal in der Partie die Führung übernehmen (9:7, 13‘).
Doch der TVH ließ sich nicht beirren, hatte kurz darauf wieder ausgeglichen und so blieb es eine enge Angelegenheit. Als sich die HSG durch einen Doppelpack des eingewechselten Ex-Hüttenbergers Paul Kompenhans erstmals auf drei Tore absetzen konnte (12:9, 18‘), bat Stefan Kneer sein Team zur Auszeit und stoppte damit den Wetzlarer Lauf. Durch die Einwechslung der zweiten Rückraum-Garde um Neuzugang David Sehnke, Torsten Anselm und Danil Dyatlov stellte der TVH auf die gewohnte 3:2:1-Deckung um. Tim Rüdiger nutzte kurz darauf einen Ballgewinn und egalisierte per Gegenstoß zum 14:14 (23‘).
Generell machten die Eingewechselten besonders in der Offensive ihre Sache gut. Torsten Anselm führte auf Rückraummitte klug Regie und Neuzugang David Sehnke konnte sich ebenfalls mit einem Treffer gut einfügen. So führte der TVH zur Pause knapp mit 18:17.
Auch in Durchgang Zwei blieb das Duell zunächst ausgeglichen. Erst eine Viertelstunde vor Schluss konnte sich der Favorit aus der Domstadt absetzen. Nach David Kuntschers Siebenmetertreffer zum 23:24-Anschluss aus TVH-Sicht nutzte die HSG eine Überzahl, um vorentscheidend auf 28:23 davon zu ziehen. Diesem Rückstand liefen die Hüttenberger über die verbleibende Spielzeit hinterher, so dass sie sich am Ende mit eben dieser Fünf-Tore-Differenz geschlagen geben mussten.
TVH-Trainer Kneer zeigte sich nach dem Spiel zufrieden mit den Auftritt seiner Mannschaft: „Ich bin zufrieden mit unserer handballerischen Leistung aber auch wie wir insgesamt aufgetreten sind und die Ruhe bewahrt haben. In der zweiten Halbzeit haben wir eine Phase, in der wir zu viele technische Fehler und Fehlwürfe haben und Wetzlar dann wegziehen konnte. Aber im Großen und Ganzen bin ich mit der Mannschaft und ihrer Einstellung zufrieden.“
TVH: Böhne, Shamir – Schwarz (1), Sehnke (2), Misch, P. Ohl (1), Spandau, Rüdiger (5), Reichl (8), Haack (1), Gümbel, Weimer, Anselm (3), Dyatlov (1), Schreiber (1), Kuntscher (7/5)
HSG: Ravensbergen (1), Bartucz – Kirschner (5), Mappes (8/4), Theiß (5), Simic (2), Overby (2), Piroch (3), Pehlivan, Akakpo, Schoch, Soler, Laeso (3), Löwen, Kompenhans (4), Nafea (2)





