Vorberichte

Endlich den Bann brechen

Endlich den Bann brechen

Das Pokalhighlight gegen den THW Kiel hat zuletzt beim TV 05/07 Hüttenberg vieles in den Schatten gestellt. Dennoch wartet am Sonntag zunächst eine weitere Pflichtaufgabe, ehe das Spiel des Jahres steigen kann. Denn die Kneer-Sieben müssen zum VfL Lübeck-Schwartau. In der ungeliebten „Hansehölle“ wollen die Mittelhessen endlich eine lange Durststrecke beenden und wieder Punkte aus dem hohen Norden entführen.

Denn das ist dem TVH seit mehr als sieben Jahren nicht mehr gelungen. Im April 2019 drehten die Mittelhessen einen 9:14-Pausenrückstand und gewannen am Ende mit 21:19 – der erste und einzige Sieg des TV Hüttenberg überhaupt in der Lübecker Hansehalle, damals unter Trainer Emir Kurtagic.

Seitdem sieht die Ausbeute für den TVH bei den Norddeutschen mehr als mau aus. 2024 setzte es eine deftige 19:27 Niederlage und auch im letzten Jahr konnten die #HüttenbergerJungs nach einem neun Tore Rückstand vier Minuten vor Schluss noch etwas Ergebniskosmetik betreiben, so dass es am Ende „nur“ ein 31:35 für den VfL wurde.

Dieser beendete die Saison schließlich auf einem ordentlichen siebten Platz und zählt auch in diesem Jahr zu den Teams, die im oberen Tabellendrittel zu finden sein werden. Im Saisonauftakt ließ die Mannschaft von Trainer David Röhrig bereits aufhorchen. Einem deutlichen 34:23-Auswärtserfolg beim TuS N-Lübbecke folgte ein ebenso deutlicher 42:31 Kantersieg zuhause gegen den TSV Bayer Dormagen. Und auch gegen Aufstiegsanwärter und Erstligaabsteiger DHfK Leipzig schlugen sich die Hanseaten mehr als achtbar und mussten sich am Ende unglücklich mit 32:33 geschlagen geben.

Es wird also alles andere als eine einfache Aufgabe, die am Sonntag auf das Team von Trainer Stefan Kneer wartet. Doch auch die Mittelhessen sind gut in die Saison gestartet und konnten nach der ärgerlichen Last-Second-Niederlage in Potsdam mit dem Heimsieg über die HSG Nordhorn-Lingen in die Erfolgsspur zurückkehren. Besonders bemerkenswert war dabei, wie ruhig das Team trotz eines langen Rückstandes geblieben ist und so die Partie auf den letzten Metern doch noch drehen konnte.

Diese Ruhe will Trainer Stefan Kneer auch in der lautstarken Hansehalle sehen: „Schwartau ist eine Mannschaft, die sich in den letzten Jahren kontinuierlich weiterentwickelt und, soweit ich weiß, langfristig auch das Ziel hat, irgendwann einmal aufzusteigen. Die Halle ist immer sehr laut und stimmungsvoll, da müssen wir einen kühlen Kopf bewahren. Ihre, aggressive 6:0-Abwehr geht nach Auslösehandlungen sehr offensiv heraus. Dagegen müssen wir den Ball gut laufen lassen und möglichst ohne viel Körperkontakt agieren. (…) Im Angriff ist es eine Mannschaft, die sowohl stark im 1:1 ist, aber auch von hinten werfen kann. Dagegen haben wir sowohl im 6:0 als auch 3:2:1 Lösungen. Wir fahren nach Schwartau und wollen das Spiel gewinnen. Wir haben uns ein paar Dinge überlegt, wie wir das angehen wollen, um den Auswärtssieg zu schaffen. Wir wollen – wohlwissen, dass wir in dieser Saison schwer zu schlagen sind – die Ruhe bewahren und am Ende bereit sein, das Spiel auf unsere Seite zu ziehen und zu gewinnen.“

Damit die lange Anreise aus den Knochen geschüttelt werden kann, reisen die #HüttenbergerJungs bereits am Samstag nach Lübeck, wo dann am Sonntag um 17 Uhr Anwurf ist. Wie gewohnt wird die Partie live auf Dyn Handball übertragen.

Foto: Jenniver Rözcey

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