Im Rahmen der Englischen Woche empfängt der TV Hüttenberg in der 2. Handball-Bundesliga am Mittwochabend den TV Großwallstadt zum Derby. Gegen die Unterfranken will der TVH nach der Niederlage in Krefeld Wiedergutmachung betreiben.
Denn der Ärger über die Leistung beim Tabellenvorletzten HSG Krefeld Niederrhein dürfte für die Hüttenberger Jungs Ansporn genug sein, am Mittwoch wieder ein anderes Gesicht zu zeigen, und vor heimischem Publikum einen Sieg einzufahren. Im Hinspiel gelang es dem Team von Trainer Stefan Kneer, mit einem deutlichen 37:30-Erfolg beide Punkte vom Untermain mitzunehmen. Auch in der Vorsaison gingen beide Duelle an die Mittelhessen, die derzeit den neunten Tabellenplatz belegen.
Der TV Großwallstadt steht mit fünf Punkten weniger auf Rang 12, spielt eine solide aber keine überragende Saison. Gegen die Teams aus dem unteren Tabellendrittel konnten die Wällster stets punkten, ein Überraschungssieg gegen eine Mannschaft aus der oberen Tabellenregion gelang jedoch bisher nicht. Zuletzt erkämpfte sich der TVG, bei dem Rechtsaußen und Siebenmeterschütze Maxim Schalles die interne Torjägerliste anführt und ligaweit auf Rang 3 liegt, einen knappen 32:31-Heimsieg gegen die Eulen aus Ludwigshafen.
Dabei ist die ansonsten stabile Abwehr des TVG in dieser Saison sehr anfällig. 652 Gegentore bedeuten den viertschlechtesten Wert. Nur die beiden Aufsteiger und der TuSEM Essen haben mehr. Im Angriff dagegen läuft es besser: denn hier liegt der TVG mit 632 eigenen Treffern ebenfalls auf dem vierten Platz der 2. Liga.
Schafft es der TVH am Mittwoch, wieder zu gewohnter Stärke in der Abwehr zu finden und daraus sein Tempospiel aufzuziehen, sollten sich die Zuschauer also über eine torreiche Partie freuen dürfen. Fehlen werden bei den Blau-Weiß-Roten weiterhin Lasse Ohl und Moritz Zörb, dafür rücken erneut die beiden Youngster Leonard Volk und Julius Gümbel in den Kader.
Anwurf der Partie ist um 20 Uhr im Sportzentrum Hüttenberg.
Das sagt der Trainer
Stefan Kneer: „Wir haben das Spiel gegen Krefeld analysiert und aufgearbeitet und wollen vor allen Dingen am Mittwoch wieder aggressiver und kompakter verteidigen und vorne wieder verantwortungsbewusster mit dem Ball umgehen und diese Killer-Mentalität zeigen. Dann bin ich zuversichtlich, dass wir das Spiel gegen Großwallstadt wieder erfolgreich gestalten, denn das ist auch unser eigener Anspruch. Weil wir mit der Leistung gegen Krefeld nicht zufrieden waren.
Großwallstadt spielt in der Rückrunde sehr stabil, obwohl sie einen sehr kleinen Kader haben. Aber sie haben sich zusammengerauft und stellen meistens eine stabile Abwehr und machen vorne wenig Fehler. Besonders Connar Battermann hat zuletzt starke Leistungen gezeigt, dazu haben sie mit Mario Stark einen erfahrenen und im rechten Rückraum mit Maximilian Horner und Yessine Meddeb zwei kleine, schnelle Spieler.
Wir müssen es schaffen, in der Abwehr ins Foul zu kommen und sie am Weiterspielen zu hindern (…) und vorne unsere Chancen mit mehr Überzeugung zu nutzen und den Ball schnell zu machen. Mit den Fans im Rücken wollen wir natürlich das Spiel gewinnen.“
Foto: Jenniver Rözcey
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